Hass auf Wirte

May 12, 2020 by hotminnie

Früher war es einfach (wie vieles): Man ging in eine Gastwirtschaft, meist eine der sozialen Stellung angemessene, traf sich dort mit Gleichgesinnten, bei Speis und Trank. Mit einem Zigarettchen, einer Virginia, einem Pfeifchen. So hielten es Menschen aller politischen Lager, das „Bier her“ hörte man keineswegs nur im Mingener Hofbräuhaus.
Dann kamen die kommunistischen Grünen, die Verbotspartei. Von ihnen tönte es, Stammtische wären die Brutstätte des Nationalismus, Stammtischsitzer wären gefährliche „Rechte“. Um Klientel bangend schlossen sich Sozialisten dieser Hetze an, im typischen La Ola-Rhythmus, obwohl doch viele solche Gäste auch aus ihrem Lager stammten.
Auf EU-Ebene wurde Druck gemacht, das Rauchen in Lokalen einzuschränken. Weil doch viele Stammgäste rauchen und das doch nur „Rechte“ wären. Und weil sonst Kinder gefährdet seien – in Lokalen? – und das Personal obendrein, das selbst am ehesten raucht. Viele Länder zogen mit, jedes Mittel der Unterdrückung ist salonfähig, wenn es aus Brüssel kommt.
In Österreich hämmerte die Sozialistische Partei intensiv in Richtung Rauchverbot, angeführt von ihrem Parteifunktionär Thomas Szekeres. Dieser inszenierte ein Volksbegehren, mit dem er heillos abstürzte. Von mehr als 4 Millionen Nicht- rauchern unterzeichneten nur rund 800.000, nicht einmal ein Fünftel.
Doch Links – gemeint die beiden sozialistischen Parteien, die Volkspartei und die Grünen – nützte das Chaos nach dem Ende der 2. Republik aus und verordnete überfallsartig ein totales Rauchverbot in allen Gastbetrieben.
Nach dem Inkrafttreten, mit November 2019, mussten hunderte Gastbetriebe zusperren – weil die Stammgäste ausblieben. Das reichte aber noch nicht.
Binnen weniger Wochen nach dem Zustandekommen der nächsten Regierung, diesmal unter Beteiligung einer lauten Minderheit der Grünen, wurden nicht weniger überfallsartig alle Gastwirtschaften, alle Restaurants, alle Cafés und Bars, gesperrt. Angeblich wegen “Corona”, tatsächlich aber aus blankem Hass. Angeblich sollen sie Mitte Mai 2020 wieder öffnen dürfen. Doch wird wahrschein- lich die Hälfte von ihnen nicht mehr öffnen können. Eine – sachlich absolut unbegründete – monatelange Sperre ist für viele dieser Betriebe existenz- bedrohend; nicht weniger für die Zulieferer.
Die Regierung will jetzt ein paar hundert Millionen aufstellen, um Gastronomie-Betriebe zu unterstützen. Zu wenig, zu spät. Ein monatelanger Ausfall aller Einnahmen, bei annähernd gleichbleibenden Kosten, kann dadurch nicht aufgeholt werden.
Weil es so großartig klingt, vermelden nun eifrige Medien, die Regierung – warum eigentlich diese? Gibt es keine Legislative mehr? – möchte die Steuer auf antialkoholische Getränke senken. Hervorragend – doch was sind antialkoholische Getränke?
Der Wirrwar wird immer größer; die Wirtschaft geht den Bach runter; die Verhinderer jubeln. Rauchverbot und Stammtisch-Beseitigung, ginge es noch besser?

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