Eltern als Betriebsfremde

April 27, 2020 by hotminnie

Christine Gaschler-Andreasch (SPÖ), bringt es in ORF Kärnten auf den Punkt: „In den Einrichtungen [Anm.: Kinderheime] herrscht weiterhin Betretungsverbot für Betriebsfremde“. Mit „Betriebsfremde“ gemeint sind leibliche Eltern, deren Kinder zumeist grundlos in Fremdpflege leben. Einer der Profiteure ist die „Diakonie de la tour“. Insgesamt leben im Bundesland Kärnten 700 Kinder in sozialpädagogischen Einrichtungen, weitere 280 in Pflegefamilien – viele stammen aus anderen Bundesländern.
Die „Diakonie de la Tour“ war schon 2017 mit Vorwürfen in Zusammenhang mit einer fragwürdigen Kindesabnahme konfrontiert. Damals suggerierte man häusliche Gewalt. Verfestigte Tatsachen konnte die Behörde nicht vorweisen, und sträubte sich sogar gegen eine gerichtliche Entscheidung aus den USA, wonach die Obsorge den in Übersee lebenden Großeltern zukomme.
In der Diakonie war man unterdessen mit Vorwürfen konfrontiert. Für die betroffenen Kinder gewohnte vegane Ernährung werde vereitelt, die betroffenen Kinder seien infolge dessen wiederholt krank. Eine adäquate medizinische Versorgung fehle. Die Einrichtung habe sogar Kontakte zu Scientology. Kinder sperre man in ihre Zimmer ein. Das Kind könne sich lediglich mit einem Klingelschalter im Zimmer bemerkbar machen.
Auf Nachfrage konnte die Diakonie keinen einzigen Vorhalt entkräften. Die Vorwürfe entbehren jeder Grundlage und entsprechen nicht den Tatsachen, kontert Diakonie Sprecherin Sonja Kölich auf Nachfrage. Da es sich um ein laufendes Verfahren handle, könne man auch aus Datenschutzgründen nichts sagen.
Jetzt proben neuerdings Eltern den Aufstand. Nach einem Bericht von ORF Kärnten vermissen zahlreiche leibliche Eltern das im Medienbericht behauptete Mitwirken. Eine Mutter bringt es auf den Punkt: „Trotz mehrmaliger Nachfragen konnte man uns keine gesetzlichen Voraussetzungen für das Wegsperren unserer Kinder sagen. Viel schlimmer noch durften wir nur einmal pro Woche mit unserem Sohn telefonieren. Sämtliche Telefonate hat ein Betreuer der WG bei eingeschaltetem Lautsprecher überwacht“.
Mit in der Kritik steht abermals die SPÖ Amtsmandatarin Christine Gaschler-Andreasch. Die gelernte Sozialarbeiterin gelangte über Ambitionen dank SPÖ in das Refugium als Leiterin der Kinder- und Jugendhilfe in Kärnten. Rückendeckung verpasst der aus Ludmannsdorf stammenden roten DSA der Sozialdemokratie niemand geringerer als Kärntens SPÖ Landeshauptmann Peter Kaiser. Er setzte sich sogar für die Verleihung des Ehrentitels „Regierungsrat“ ein.
Erwartungsgemäß zurückhaltend die auch in Kärnten angesiedelte Kinder- und Jugendanwaltschaft um Astrid Liebhauser. So habe man als Einrichtung aufgrund der strengen behördlichen Auflagen keinen Spielraum gehabt. Jetzt hoffen zahlreiche Kinder und ihre leiblichen Eltern tatsächlich auf Lockerungen beim behördlich angeordneten Kontaktboykott.

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