Turbulenzen um Hochverräter

March 13, 2020 by hotminnie

Allen Bemühungen zum Trotz, jedem Verbrecher einen Heiligenschein umzuhängen, bleibt ein Verräter an seinem eigenen Land eine der schäbigsten Kreaturen. Auch die Tarnbezeichnung Whistleblower kann daran nichts ändern.
Der Ex-Soldat Bradley Manning hatte hunderttausende vertrauliche Daten und Unterlagen an den Top-Spion Julian Assange weitergegeben. Assange hatte, im (gut bezahlten) Dienste Russlands, solche Daten gesammelt und damit sehr umfangreichen Schaden angerichtet. Schaden, der in die zig Millionen Dollar ging und zahlreichen US-Bürgern das Leben kostete.
Manning hatte versucht, durch eine „Geschlechtsumwandlung“ der Strafe zu entgehen, indem er sich Chelsea nannte und Amnesie vortäuschte. Das hatte ihm nichts genutzt. Erst der linke US-Präsident Barack Obama hatte, als seine letzte Amtshandlung, über Aufforderung Russlands die Strafe ausgesetzt.

bcmanning

Nun versucht Manning – der sich verzweifelt bemüht, wenigstens annähernd weiblich zu wirken – seiner Einvernahme zu den Spionage-Verbrechen Assanges zu entgehen. Das brachte ihm schon mehrere Beugestrafen ein; immerhin geht es um ein Kapitalverbrechen.
Wie schon mehrmals vorher unternahm Manning einen Suizidversuch, in der Hoffnung, dadurch freizukommen. Diesmal klappte es zwar. Ein genervter Richter entließ Manning vorläufig aus der Beugehaft. Er verfügte allerdings, Manning nun in eine psychiatrische Behandlung einzuweisen.
Bradley Manning hatte für seinen Spionage-Tätigkeit mehrere Millionen Dollar verdient, kann sich daher – noch – gute Anwälte leisten. Wie lange noch, wird sich zeigen.

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