Sicherheit, oder ?

December 30, 2019 by hotminnie

Zwei Gewaltverbrechen der letzten Tage zeigen wieder einmal die unterschiedliche Bedeutung auf, die dem Begriff „Sicherheit“ beigemessen wird.
In New York drang ein verkleideter Killer in eine Feier ein, die vom Rabbi einer jüdischen Gemeinde veranstaltet wurde. Fünf Menschen wurden zum Teil schwer verletzt, als der Täter mit einem großen Messer auf sie einschlug und einstach. Hätte der Täter eine Schusswaffe benutzt, wären wahrscheinlich die meisten der Anwesenden getötet worden.
New York – wo Waffenbesitz verpönt und großteils verboten ist.
Juden, die noch immer nicht begriffen haben, dass sie in der heutigen Zeit überall Zielscheibe sind. Die sich immer noch widerstandslos hinstellen und nur „Oi, oi“ rufen, so wie damals, als sie in die KZs getrieben wurden.
Dieses Verhalten rief auch unter prominenten Juden heftige Kritik hervor. Eine frei zugängliche jüdische Feier? Ohne bewaffnete Teilnehmer? Ohne Security? Das geht eben nicht mehr.

In White Settlement, by Fort Worth, Texas, lief ein Überfall anders ab. Ein verkleideter Bewaffneter zog während eines Gottesdienstes in einer örtlichen Kirche eine Schrotflinte hervor und begann zu schießen. Auf Videos sieht man deutlich, dass sofort mehrere Teilnehmer aufspringen und ihre Waffen ziehen – die man in Texas haben und tragen darf.
Dem Mörder gelang es, in der ersten Überraschung zwei Menschen zu töten. Dann aber wurde er sofort neutralisiert. Jack Wilson, der in der Kirche für Sicherheit sorgt, erklärte, er würde Kirchenmitglieder regelmäßig schulen.
Unter politischem Druck musste die Kirche zwar das Video aus dem Netz nehmen. Die Botschaft kam aber durch: Gewalttäter haben nur wenig Chance, wenn sie auf Widerstand stoßen.

Zwei kleine Details fielen eher unter den Tisch:
Beide Täter hatten eine lange Vorstrafenliste und durften keine Waffen besitzen.
Waffengegner kritisierten laut den Präsidenten, weil er nichts gegen Gewalt mit Waffen unternähme. Gewalt, die eben am leichtesten durch vorbereiteten Widerstand abzuwenden ist; sprich, durch Bewaffnung potentieller Opfer.

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