Kampf um Libyen

December 20, 2019 by hotminnie

Es ist schon lange kein Geheimnis, dass der türkische Diktator Recep Tayyip Erdoğan die terroristische Muslimbruderschaft unterstützt. Nun mischte sich Erdoğan auch direkt in die Auseinandersetzungen in Libyen ein.
Die Türkei setzt rund 3000 Soldaten in Libyen ein, offiziell als „Berater“ bezeichnet. Das erinnert an die kubanischen und ostdeutschen Truppen, die von der Sowjetunion in Afrika eingesetzt wurden und dort Terrorgruppen bei ihrem Morden unterstützten, darunter den ANC und die FRELIMO.
Darüber hinaus beabsichtigt die Türkei, eine Freiwilligentruppe nach Libyen zu senden, bestehend aus al-Qaeda/al-Nusra Terroristen, die mit der Türkei schon in Syrien verbündet waren und dort vom türkischen Nachrichtendienst MIT für Libyen rekrutiert wurden, sowie Terroristen des islamischen Staates und der Hamas.
Erdoğans Ziel ist es, Libyen für die Muslimbruderschaft zu unterwerfen. Dadurch würde ein Gegenpol zu Ägypten gebildet, wo diese Terror-Organisation verboten ist. Außerdem würde Erdoğan damit auch den wichtigsten Transportweg asiatischer und afrikanischer Terroristen nach Europa kontrollieren, an dem europäische Schlepperbanden in großem Umfang verdienen.
Ägypten, das bisher die gegen die Mulimbruderschaft gerichtete Libyan National Army (LNA) unterstützte, sieht dem nicht tatenlos zu. Am 19. Dezember traf eine Abteilung der ägyptischen Armee in Libyen ein, bestehend aus T-72 Kampf- panzern und gepanzerten Mannschaftstransportfahrzeugen.
Die von General Khalifa Haftar geleitete LNA wird außer von Ägypten auch von den Vereinigten Arabischen Emiraten (UAR) und von Russland unterstützt; auch dort wird die Muslimbruderschaft als unmittelbare Gefahr gesehen. Die Russen stellten ihrerseits Freiwillige zur Verfügung, hauptsächlich aus dem Mittleren Osten. Die UAR lieferten mehrere bewaffnete Archangel-Kleinflugzeuge, die für die Unterstützung von Bodentruppen ausgerüstet sind.
Zusätzlich stellte Ägypten in Aussicht, auch selbst mit der Luftwaffe einzugreifen, sollte sich die türkische Intervention ausweiten.
Der nächste Stellvertreter-Krieg ist damit voll entbrannt. Angefacht wird der Krieg noch durch die Europäische Union, von der die Organisationen der Muslimbruder- schaft in Libyen finanziell unterstützt werden. Es bleibt abzuwarten, ob sich die NATO – die mittlerweile die Türkei als Klotz am Bein mitschleppt – zu einer Seeblockade gegen Libyen durchringen kann. Die NATO würde dann auch wirksam gegen die Schleusung illegaler Extremisten nach Europa vorgehen können.

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