Boris Johnson’s Wahlhelfer

December 14, 2019 by hotminnie

Großbritannien ist der einzige Staat Europas mit einem demokratischen Wahlsystem. Wähler können in ihren Wahlkreisen die ihnen am geeignetsten erscheinenden Kandidaten wählen. In allen anderen Staaten Europas dürfen Wähler nur politische Parteien wählen, aber keine Volksvertreter.
Deshalb kommt Wahlen in Großbritannien auch besonderes Gewicht zu, weil sich die einzelnen Kandidaten in ihren Wahlkreisen persönlich anstrengen müssen und nicht darauf hoffen dürfen, von ihrer Partei auch bei Unfähigkeit in den Sattel gehievt zu werden, so wie in Europa sonst üblich.

Der britische Premierminister Boris Johnson fuhr mit seiner Brexit-Ansage einen überwältigenden Wahlsieg ein, zu dem jeder einzelne seiner siegreichen Abgeordneten im eigenen Wahlkreis beigetragen hatte. Zu Johnsons Sieg trugen zwei wichtige Wahlhelfer in entscheidender Weise bei:
Da war zum einen die neue – von keinem gewählte – neue EU-Vorsitzende Ursula von der Leyen. Ihre Ansage zu noch mehr Bürokratie und zu noch mehr Geldverschwendung durch die Europäische Union, alles aus den Steuertöpfen der Mitgliedsstaaten, war ein unüberhörbares Signal für britische Wähler, endlich die Mitgledschaft in diesem undemokratischen und nur auf Ausbeutung ausgerichteten Verein zu beenden. Von der Leyens Ansage, weitere hunderte Milliarden Euro für politisch korrekte, aber sachlich unsinnige Projekte zu verschleudern, sollte nun erwartungsgemäß auch weitere EU-Mitglieder zur Trennung von der EU-Diktatur animieren.
Zu anderen erfuhr Johnson beste Unterstützung vom Chef der britischen Labour Party. Jeremy Corbyn hatte nicht nur in der Brexit-Frage schon seit Jahren herumgeeiert. Er war noch viel mehr wegen seines fanatischen Judenhasses und seiner Nähe zu terroristischen Gruppen ins Abseits geraten. Daran konnte auch seine in sich völlig zerstrittene Partei nichts ändern.
Hoffentlich kann Boris Johnson nun das durchziehen, was seine Vorgängerin verabsäumt hatte. Nämlich sein Land aus der EU zu führen und erst danach darüber verhandeln, was weiter geschehen solle. Die von linken Medien hochgepuschten Horror-Szenarien hatten sich bisher allesamt nicht realisiert, sind auch in Zukunft nicht zu erwarten.
Die Wahlen in Großbritannien sollten Kontinental-Europa auch einmal ein Signal sein, von den starren Strukturen politischer Parteien abzugehen und die Wähler endlich selbst ihre Vertreter bestimmen zu lassen.

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