Miri-Story prolongiert

November 23, 2019 by hotminnie

Ein Verbrecher und Bandenführer aus dem Libanon konnte sich viele Jahre lang in Deutschland aufhalten, obwohl sein Asylantrag abgelehnt worden war. Abschiebung ist nach wie vor ein politisch unkorrektes Fremdwort in Europa. Man duldet lieber ausländische Banden, deren Geschäft Drogenhandel, Mord, Raub, Erpressung und vieles andere mehr ist.

ibmiri

Ibrahim Miri, 46, hatte in Deutschland zwischen 1989 und 2014 schon 19 rechtskräftige Verurteilungen abgefasst, galt aber immer noch als wertvolle und innovative Fachkraft. Seine Bande, Mhallamiye-Clan genannt, besteht nur in Bremen aus rund 3000 Mitgliedern, andere Fraktionen nicht mitgezählt, mit intensiven Verbindungen zu weiteren kriminellen Banden.
Auch nach Miris letzter Verurteilung, wegen Drogenhandels, dauerte es noch fast fünf Jahre, bevor die Behörden doch einmal aufwachten und Miri in den Libanon abschoben. Die Kosten der Abschiebung lagen im höheren fünfstelligen Bereich.
Miris Anwälte bemühen sich schon seit Jahren, die Abschiebung zu verhindern. Die Ausweisung sei überzogen, ihrem Mandanten drohe im Libanon Gefahr. Die Gefahr ist relativ: Die Gefährder sind rivalisierende Drogenbanden, nicht im geringsten ein Fluchtgrund.
Ibrahim Miri kam gleich nach seiner Abschiebung wieder zurück, für ihn war es ein leichtes, Schlepper gut zu bezahlen. Das Schengen-Abkommen verhindert nachhaltig eine Kontrolle der innereuropäischen Grenzen, weshalb auch weiter eine große Anzahl Illegaler nach Europa gelangen und dort ungehindert umherreisen kann.
Miri hatte die Frechheit, einen neuen Asylantrag zu stellen. Er stellte sich damit gleich wieder ins Visier der Polizei, die – diesmal – nicht zögerte, ihn festzusetzen. Bei Durchsuchung seiner Wohnung wurde gleich ein Waffenlager ausgehoben; illegale Einreise und verbotener Waffenbesitz reihen sich nahtlos in die lange Liste von Miris Delikten ein.
Es klappte, wie es schon lange und bei vielen anderen ausländischen Verbrechern klappen hätte sollen. Miri wurde in ein Flugzeug gepackt und gleich wieder abgeschoben. Der nicht ganz aktuelle Innenminister Horst Seehofer dankte den beteiligten Stellen, dass die Abschiebung so schnell möglich gewesen sei. Das Verwaltungsgericht sah keinen ernsthaften Zweifel, dass die Ablehnung auch des subsidiären Schutzes rechtmäßig sei.
Miris Anwälte schäumen, blieb doch auch ihr Einspruch gegen die Abschiebung im Juli noch unerledigt. Miri selbst kündigte an, sogleich wieder nach Deutschland abzureisen, um dort neuerlich Asyl zu beantragen.
Damit befindet er sich in guter Gesellschaft, denn ein großer Teil der Abgeschobenen reist wieder ein, illegal natürlich und viele mehrmals, um wiederum Asyl zu begehren. Oft unter anderem Namen, weil europäische Staaten keinen Nachweis der Identität verlangen.
Man kann gespannt sein, ob Minister Seehofer auch beim nächsten Auftreten Miris so locker reagieren wird.

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