Ein linker Sektierer

October 11, 2019 by hotminnie

In einem Wiener Verein finden wöchentlich Vorträge und Diskussionen zu den verschiedensten Themen statt, mit einer breiten Palette von Beitragenden. Meist sind die Eingeladenen sehr erfreut, mitwirken zu können. Nicht alle, aber.
Zu einer solchen Veranstaltung war der ehemals katholische Theologe Helmut Schüller eingeladen worden.
Schüller war zunächst bis zum Chef der mächtigen Caritas aufgestiegen, dann aber wegen seiner linkslinken Ansichten von Kardinal Schönborn gefeuert und vom Vatikan gemaßregelt worden. Daraufhin gründete Schüller mit anderen, Gleich- orientierten eine eigene Sekte, da er mit der Lehre der katholischen Kirche nicht einverstanden war. Aber auch, da ihm die Kirche, damals noch, zuwenig links war. Die Gründung einer Sekte steht jedem frei.
Als Helmut Schüller nun erfuhr, wer ihn da eingeladen hatte, geiferte er dunkelrot. Er habe Informationen zum „Marsch der Patrioten“ erhalten, aus diesen entnehme er, dass dabei ein Gedankengut verbreitet und gefeiert wird, das nicht nur seiner Grundeinstellung in keiner Weise entspricht, sondern ein friedliches Zusammen- leben der Menschen im Land und global gefährdet.
Unter dem „Marsch der Patrioten“ wird jene Gedenkfeier verstanden, mit der alljährlich des Sieges über die Türken vor Wien 1683 gedacht wird. Von links wird heftig bestritten, dass ein solcher Sieg jemals stattgefunden habe, und werden die Teilnehmer rundheraus als rechtsextrem bezeichnet.
Der gleichen Ideologie hat sich offenbar auch der Sektierer Helmut Schüller verschrieben. Da ist es sicherlich besser, ihn nicht einzuladen, sondern in seinen rotbraunen Vorstellungen hängen zu lassen.

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