Die Wahl-Qualen

September 27, 2019 by hotminnie

KOMMENTAR

In Österreich stehen Wahlen zum Nationalrat bevor. Die Wahlen beenden den mit Abstand schmutzigsten Wahlkampf, den sich das kleine Land je geleistet hat. Einiges davon ist es wert, hervorgehoben zu werden.

– Der Wahlkampf wurde eingeleitet, nachdem Jung-Kanzler Sebastian Kurz – noch vor dem Bekanntwerden des kriminellen Ibiza-Videos – seine Regierungskoalition gesprengt und ihm der Nationalrat nachfolgend dafür das Misstrauen ausgesprochen hatte. Das war das Ende der Zweiten Republik.
– Dem folgte die Bestellung einer Pseudo-Regierung, bestehend aus Polit-Funktionären, durch den Bundespräsidenten. Umstritten ist, ob dieser das darf, denn die Folgen einer völlig undemokratischen, willkürlichen Minister-Bestellung sind nicht absehbar.
– Demokratie – ein in Österreich unbekanntes Wort. Abgeordnete und Regierung werden nicht gewählt, sondern von politischen Parteien eingesetzt; von Parteien, die vom Staat finanziert werden. Kein einziger dieser Abgeordneten stellte sich jemals einer Volkswahl.
– Spenden an Parteien wurden kriminalisiert. Doch halt, nur Spenden von Privat- leuten, und auch da nur, wenn nicht politisch korrekt. Die Millionenzuwendungen an Teilvereine der SPÖ sind nicht der Rede wert, weil sie nur für den Wahlkampf aufgewendet werden, nicht aber für den Wahlkampf. Warum sollten Private nicht an Parteien spenden dürfen? Brauchen sie dazu den Umweg über Gewerkschaften, Volkshilfe und andere „Außenstellen“? Warum soll der Staat Parteien finanzieren?
– Im Interregnum wurde von den marxistischen Parteien – Sozialisten, NEOS, Grüne – eine große Anzahl unnötiger und kostspieliger Gesetze durchgepeitscht. Jede neue Regierung wird bergeweise Arbeit haben, diesen Gesetzessalat wieder zu bereinigen.
– Die Volkspartei, seit Parteichef Josef Pröll ideologielos, wurde von den Marxisten quer durch die Themen gejagt und behalf sich mit populistischem, aber unpopulärem Mitstimmen, auch bei asozialen Themen wie etwa dem Rauchverbot.
– Die Freiheitliche Partei (FPÖ) wurde an den Rand gedrängt und von linken Neonazis als nationalsozialistisch hingestellt. Der tiefste Sturz dieser Hetz-Kampagne war der Vorwurf, Eiernockerln (eine beliebte alpenländische Volksspeise) sei ein Nazi-Symbol, weil auch Hitler Eiernockerln gegessen habe.
– Der Wahlkampf wurde hauptsächlich nicht von Sachthemen geprägt, sondern von einer monatelang rollenden Hetze linker Medien. Die der SPÖ „nahe stehenden“ Boulevard-Blätter Kronenzeitung und Heute, die SPÖ-Medien Österreich und Kurier, der linksextreme ORF und das kommunistische Hetzmagazin Falter liefen zu einer Desinformationsform auf, die der Nazi-Propaganda ernsthafte Konkurrenz bereitet hätte.
– Parteichefs wurden dutzende Male im TV vorgeführt. Niemand wollte diese Sendungen – Elefantenrunden genannt, aber meist zu einem Flohzirkus degradiert – mehr sehen. Auch die ständigen Interviews vor laufender Kamera waren durchwegs überflüssig. Wer will noch hundertmal hören, was jeder schon hundertmal hörte?
– Die von der SPÖ (Sozialistische Partei) zur Gänze beherrschte Justiz kochte fleißig an dieser Suppe mit. Dutzende Strafverfahren wurden im Wahlkampf eingeleitet, hauptsächlich gegen FPÖ-Funktionäre, daneben gegen ein paar ÖVP-Läufer.
– Die Partei-Justiz blieb – warum wohl? – völlig tatenlos gegenüber den umfang- reichen Korruptions- und Spendenskandalen der marxistischen Parteien, besonders der SPÖ und der Grünen. Eigene Genossen verfolgt man nicht, man schützt sie.
– Der ehemalige FPÖ-Chef habe einige zigtausend Euro an Spesen falsch abgerechnet, wird vorgeworfen. Die Millionenskandale der SPÖ etwa in Wien, an denen sich so mancher sozialistische Funktionär kräftig bereichert hatte, bleiben hingegen seit Jahren unter dem Teppich.
– Brandanschläge gab es, als neue Dimension der braunen Kultur – aber nur seitens der parteifinanzierten Antifa gegen die FPÖ. Das zählt nicht, als politisch korrekt.
– Statt der wichtigen Fragen, warum sich asiatische und afrikanische Illegale in Österreich aufhalten dürfen und auf Staatskosten versorgt werden, warum ausländische Straftäter nur selten verurteilt werden, wurde die Propaganda einer Weltuntergangs-Sekte unterstützt. Natürlich mit der Forderung nach neuen Steuern verbunden.
– Gewaltige Aufregung gab es um angeblich staatsfeindliche Aktivitäten eines Mini-Vereins. Keiner aber scheint sich daran zu stören, dass Parteien an der Wahl teilnehmen, deren Ziele nicht mit der Verfassung in Einklang stehen; so etwa die Kommunisten, die Wandler, die Grünen.
– Umfragen sind ein großartiges Propagandamittel. Vor allem dann, wenn Gratis- medien an jeder Straßenecke eigene Ergebnisse verkünden, um ihre Seite in ein besseres Licht zu rücken.
– Eine Rekordzahl von Wahlkarten wurde ausgegeben, dem Missbrauch Tür und Tor öffnend. Viele der hunderttausenden, in den letzten Jahren eingebürgerten Neuwähler sprechen die Landessprache nicht, werden von ausländischen Parteien und radikalen Vereinen nach Belieben gesteuert. Die Lehre der letzten Bundes- präsidentenwahl, bei der viele tausende Wahlkarten-Stimmen manipuliert worden waren, um ein politisch korrektes Ergebnis zu erzielen, wird weiter ignoriert.
– Man kann schon jetzt voraussagen, dass die Wahlkarten das Ergebnis entscheidend zugunsten marxistischer Parteien beeinflussen werden. Gerade auch deshalb, weil niemand wirklich prüft, wann Wahlkarten eingehen und wann/wie sie ausgezählt werden. Wahlkarten nicht persönlich auszugeben, sondern per Post zu versenden, ist letztklassige Unkultur.

Was wird man im Ergebnis erwarten können?
Parteien werden gewählt, aber keine Volksvertreter.
Der Nationalrat wird weiter undemokratisch mit Apparatschiks bestückt.
Die von Sebastian Kurz gesprengte Regierung, die erfolgreichste in diesem Jahrhundert, wird es nicht mehr spielen. Oder?
Marxisten werden sich in die Regierung drängen, eine sinnvolle und soziale Gesetzgebung verhindernd.

Soll man trotzdem wählen?
Ja, natürlich. Doch durch die massive mediale Beeinflussung wird mit aller Wahrscheinlichkeit kein brauchbares Ergebnis herauskommen.
Ganz besonders dort nicht, wo es am nötigsten wäre: Die seit 60 Jahren vernachlässigte Landesverteidigung zu revitalisieren; die Sicherheitskräfte, sprich Innenministerium, wieder einsatzfähig zu machen; die Justiz aus dem festen Griff der Partei-Hörigkeit herauszubringen.
Die Wähler und Innen sind deshalb dringend angehalten, nicht auf der Straße einer Sekte nachzulaufen, sondern dafür zu sorgen, dass die Dritte Republik nach ihrem fürchterlichen Einstiegscrash doch noch einen lebenswerten Start hinlegen kann. Wenn auch am Krückstock.

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