Schwarze Opfer?

August 15, 2019 by hotminnie

Ein typischer Vorfall in den USA: In Philadelphia verschanzt sich ein polizei- bekannter Verbrecher in einem Haus, in dem gerade eine Polizeiaktion stattfindet. Er fühlt sich belästigt, eröffnet das Feuer auf die Polizei. Sechs Polizeibeamte werden verletzt, der Täter wird schließlich von einem SWAT-Kommando überwältigt.

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Der Täter wurde identifiziert als Maurice Hill, 36. Er ist, wie der überwiegende Großteil dieser Täter, ein Schwarzer. Die ständigen Schreie nach strengeren Waffengesetzen verhallen ebenfalls wieder. Denn der schwerbewaffnete Hill hätte wegen seines ellenlangen Vorstrafenregisters ohnehin keine Waffen kaufen oder besitzen dürfen.
Der Bürgermeister von Philadelphia, Jim Kenney, lag mit seinem Statement voll daneben, als er rief: “Our officers need help … They need help with gun control. They need help with keeping weapons out of these people’s hands,” sagte er. “This government, federal and state’s level, doesn’t want to do anything about getting these guns off the streets and getting them out of the hands of criminals.”
Unnötige politische Propaganda, denn mehr als Verbrechern den Waffenbesitz verbieten ist nicht möglich.
Ganz im Gegenteil: Viele der von Hill begangenen Straftaten, darunter illegaler Waffenbesitz und Gefährdung anderer, wurden nicht verfolgt. Die Justizbehörden scheuen oft genug davor zurück, um Auseinandersetzungen mit ACLU und anderen rassistischen Organisationen zu vermeiden. Diese Nachgiebigkeit zieht – wie im Fall Hil – natürlich weitere Straftaten nach sich.
An Europa gehen diese Hintergründe meist spurlos vorüber. Einige wenige Medien meldeten einen weiteren Polizeiübergriff gegen einen „afrikanischen Amerikaner“, daran automatisch Kritik an US-Waffengesetzen anschließend.
Der atlantische Tellerrand scheint eine zu große Barriere zu sein.

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