Die Görlitzer Volksfront

June 19, 2019 by hotminnie

In Sachsen hat man die Schnauze voll vom Bundesdeutschen. Sonderrechte für Homosexuelle, Steuergelder für radikal-islamische Verbände, marodierende Banden von Scheinflüchtlingen, diese neue Welle kommt im vielgeprüften Osten Deutschlands wenig an. Das zeigten schon die Proteste nach den zahlreichen Gewalttaten und Morden in Dresden, an denen hauptsächlich islamische Ausländer beteiligt waren.
Nicht wirklich verwunderlich ist es dann, dass demokratische und nicht-marxistische Parteien im Osten Deutschlands mehr Zustrom erhalten, als in den satten und Islam-hörigen Regionen im Westen.
Die Kleinstadt Görlitz schlug dennoch in Berlin wie eine Bombe ein. Erstmals in Deutschland drohte der GAU, dass nicht eine Person aus dem Marxismus, oder aus der längst Ideologie-freien CDU, den Oberbürgermeister stellen würde. Sondern ein Politiker der nicht-marxistischen AfD, der auch noch die Vorwahl deutlich für sich entschieden hatte.
Sofort wurde, im Marxismus-erprobten Ostdeutschland, eine Volksfront gegründet. Neonazis, Kommunisten, SPD (sofern noch vorhanden) und die CDU schlossen sich zusammen, um die Stadt vor der Demokratie zu retten. Wahr- scheinlich hätten sich die Görlitzer auch schon früher mal gewünscht, dass so genau auf ihre Stadt geschaut wird wie vergangenes Wochenende.
Getrommelt wurde für den aus Rumänien stammenden, farblosen Gewerkschaftler Octavian Ursu. Die Görlitzer Linksjugend rief auf: “Antifa heißt CDU wählen, jedenfalls in Görlitz”. Mirko Schulze von der Linken – der Nachfolgepartei der SED, der Nachfolgerin der NSdAP – bekannte: “Ich habe es getan, zum ersten Mal in meinem Leben CDU gewählt, kein gutes Gefühl, aber heute wirklich alternativlos.”
Unterstützung erhielt die Volksfront auch aus dem Ausland. Das malerische Görlitz bietet mit seinen mehr als 4000 Baudenkmälern eine weltweit begehrte Filmkulisse. Zahlreiche Schauspieler und dergleichen riefen dazu auf, die Wahl des AfD-Politikers um jeden Preis zu verhindern.
Der deutsche Filmemacher Michael Simon de Normier, ein überzeugter Kommunist, jubelte: “Alle Hollywood-Agenturen sind auf unserer Seite”. Wenn die Görlitzer trotzdem nicht den Rumänen wählen, dann sieht Normier in der Zukunft große Bedrohungen für die Stadt, dann setze es nämlich “Konsequenzen”. Mit dem Filmen verdiene Görlitz viel Geld, außerdem locken die Kinogrößen Touristen an. Sollten die Hollywood-Agenturen abziehen, gäbe es Einbußen. Normier fordert die Görlitzer auf, sich gut zu überlegen, “was gut für euch alle ist”. Anders gesagt, die internationale Film-Schickeria setzt den Bürgern einer kleinen schlesischen Stadt die Pistole auf die Brust: Wenn ihr nicht so wählt, wie wir es wollen, legen wir euch trocken.
Octavian Ursu gewann die Wahl schließlich knapp. Mit – auf die Wählerzahl umgerechnet – rund 31%. Ein gutes Ergebnis? AKK (nicht Avtomat Kalashnikov kurz, sondern Annegret Kramp-Karrenbauer) von der CDU freute sich “närrisch” über das Ergebnis. Wahrlich närrisch, weil ein von der CDU aufgestellter Gewerkschaftler nur mittels einer durchgehenden Volksfront ein sehr knappes Ergebnis erzielen konnte.
Die Probleme werden dadurch nicht beseitigt. Denn schon in Kürze stehen Landtagswahlen an. Und dort wird die CDU nicht mehr als Teil einer Volksfront antreten können. – Oder doch?

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