Quotenfrau geht

June 2, 2019 by hotminnie

Nach dem katastrophalen Abschneiden der deutschen Sozialisten bei der letzten Europawahl sollte die Partei umdenken. Ob sie das schafft, ist nicht so sicher, marxistische Parteien zeichnen sich durch besondere Lernresistenz aus.
Man hatte, weil es politisch korrekter Trend ist, mit Andrea Nahles eine Frau an die Parteispitze gehievt. Nicht zuletzt deshalb, um die gegen den Wählerwillen durchgesetzte Zweifrauen-Koalition – Merkel und Nahles – abzusichern. Dabei hatte sich die SPD, ohne jede Relation zum Wahlergebnis, wichtige Schlüssel- ministerien gesichert, die Merkel ihrem Machterhalt opfern musste.
Nach der Wahlschlappe der SPD bei den letzten Bundestagswahlen, und dem weiteren Absturz bei den EU-Wahlen, kommen auch die deutschen Sozialisten nicht umhin, das Quotenfrau-Prinzip an den Kopf geworfen zu bekommen. Frau sein allein reicht nicht, um eine Partei den Wählern zu verkaufen. Gerade auch den Stammwählern nicht.
Andrea Nahles verkündete jetzt ihren Rücktritt von der Parteispitze, dort ein großes Loch hinterlassend. Längst haben die stramm-kommunistischen Kaderparteien Grüne und SED (Linke) die SPD überflügelt, längst schon spielen SPD-Politiker in vielen Bundesländern nur mehr Reservegeige. Als logische Folge kann, sollte, jetzt die Koalition zwischen einer Merkel-CDU und einer Mini-SPD zerbrechen.
Das Fatalste wäre jetzt, die Quotenfrau Nahles durch eine andere Quotenfrau zu ersetzen. Dann würde die SPD spielend die Einstelligkeit schaffen, auf Stimmen- anteile bezogen.
Warum überhaupt der ständige Ruf nach Quotenfrauen? Diese Frage ist genauso unbeantwortbar wie die Sinnhaftigkeit des Genderns.

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