London unvorbereitet auf Terror

May 14, 2019 by hotminnie

In europäischen Medien wurde der nächste Terroranschlag in London fast zur Gänze ignoriert. Die Bewegung Extinction Rebellion hatte im April unangekündigt wichtige Verkehrswege in London lahmgelegt, nahezu zwei Wochen lang. Die Bewegung nennt sich zwar gewaltfrei, doch auch die Behinderung des öffentlichen Lebens ist eine unmittelbare Form von Gewalt.
Das ging so weit, dass auch die Bahn nicht planmäßig fahren konnte und Flüge abgesagt werden mussten. Viele tausend Briten wurden in ihrem täglichen Leben massivst behindert, teilweise auch mit offener Gewalt bedroht.
Die Polizei, eingebremst durch die Streichung wichtiger Mittel und auf der anderen Seite durch die Allüren eines selbstsüchtigen und islamistischen Bürgermeisters, wurde zuerst von der Aktion überrascht – und danach heftig für ihre Ineffizienz kritisiert.

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Die Londoner Polizeichefin Cressida Dick hatte rund 1400 Polizisten pro Tag gegen die Randalierer einsetzen müssen, in Schichten von 12-16 Stunden und mit Kosten von über £7,5 Millionen. 1200 Demonstranten waren festgenommen worden, 89 von ihnen mehrmals, 70 davon wurden bisher angeklagt.
Scotland Yard hatte mehr als die Hälfte seines Budgets durch die Arbeit im Zuge der Ausschreitungen aufwenden müssen. Ein bitterer Rückschlag für die Polizeibehörde, die alle Hände voll zu tun hat, weil Morde und Gewaltverbrechen mittlerweile zum Tagesgeschehen in London gehören.
Geharnischte Proteste aufgebrachter Bürger hatten sich vor allem gegen die Nachgiebigkeit der Polizei gegenüber den Randalierern gerichtet. Zahlreiche Demonstranten hatten sich aneinander und an Gegenstände geklebt oder gekettet. Davor war die Polizei gewarnt worden, hatte sich aber nicht darauf vorbereitet.

Besonders kritisiert wurde das Wegtragen von Demonstranten, anstatt Reizgas und Wasserwerfer einzusetzen. Dick beklagte, keine Berechtigung dazu gehabt zu haben. Bessere Vorab-Informationen seien nötig, so Dick.

Nach Ansicht der Polizei würden die sogenannten Klima-Protestler der Extinction Rebellion – die auch hinter der Schwedin Thunberg stehen – mittlerweile als terroristische Bewegung eingestuft. Es sei aber Aufgabe des Parlaments und der Justiz, klare Richtlinien zu schaffen, um effektiver gegen Ausschreitungen dieser Art vorgehen zu können.
Nach Cressida Dick ließ auch Innenminister Sajid Javid keine Deutlichkeit offen. Jeder habe das Recht, friedlich zu demonstrieren, sagte Javid. Aber Ausschreitungen, bei denen die Hauptstadt weitgehend lahmgelegt würde, gingen weit über dieses Recht hinaus.

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