Die Mauern der Ruine

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May 11, 2019 by hotminnie

Ein professioneller Betrüger hatte wieder zugeschlagen. Es immerhin versucht. Martin Forcher, aus Oberösterreich, hatte mit zweien seiner Einmann-Vereine illegal eine Firma gegründet – weil er wegen seiner Verurteilungen kein Gewerbe betreiben darf.
Die Firma bot Grusel-Veranstaltungen auf einer Burgruine an, die Kunden wurden professionell abgezockt. Natürlich, wie immer bei Forcher, wurden keine Steuern und Abgaben gezahlt und auch die Ruine ging leer aus.
Die Firma wurde im August 2018 gestrichen, die beiden Vereine im September 2018 aufgelöst. War es das? Bei Forcher freilich nicht.
Er hatte den Erlös aus dem Ticket-Verkauf in die eigene Tasche gesteckt, man muss ja von etwas leben, und hatte dann die Idee, die Burgruine auf Schaden- ersatz zu klagen. In einem undurchsichtigen Verfahren landete die Sache zuletzt beim Bezirksgericht Perg. Dessem Vorsteher Kurt Bodingbauer war Martin Bugelmüller, der sich jetzt Forcher nennt, schon früher unangenehm aufgefallen.
Forcher hatte unbedingt darauf bestanden, Verhandlungstermine nicht mitzuteilen. Das ging schief, weil Forcher in seiner Internet-Inkontinenz selbst Medien anschrieb und um Teilnahme bat. Auch nicht gerade erfreulich für den Gerichtsvorsteher. Einer der nachfragenden Journalisten berichtete, beim Namen Forcher sei die elektrische Spannung im Gericht spürbar gewesen.
Die Verhandlung am 10. Mai wurde kurzerhand abgesetzt. Warum – darüber schwieg sich das Gericht aus. Aber die Gründe waren zu offensichtlich. Die klagende Firma? Besteht nicht mehr, rannte in den Konkurs. Auch der Kurier berichtete knallhart darüber. Martin Forcher wollte „anwaltlich vertreten” – ging nicht, weil Forcher als Winkelschreiber in ganz Oberösterreich berüchtigt ist. Außerdem knallte Forcher selbst auch mit einem eigenen (abgewiesenen) Konkurs wieder einmal gegen die Wand, rechtskräftig geworden am 7. Dezember, und schon der achte.
Der Firmensitz wurde unter dem heißen Sitz weggezogen (wir berichteten), weil Forcher seit 2009 keine Mieten für seine Wohnungen zahlte.
Die Bezirkshauptmannschaft Kirchdorf und das Landesgericht Steyr werden durch politische Interventionen genervt, doch dem armen Martin keine Schwierigkeiten zu bereiten und ihm nicht alles zu vermasseln. Doch allgemein ist klar: Martin Forcher lebt seit über zwanzig Jahren nur von Straftaten. Ihn für länger aus dem Verkehr zu ziehen, würde allen Behörden viel Arbeit ersparen.

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