Skandal um Mozilla

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May 5, 2019 by hotminnie

Mozillas Browser Firefox ist einer der am meisten verwendeten. (Google Chrome läuft außer Konkurrenz, weil der Google-Browser vorwiegend der Daten- beschaffung dient.)
Seit einiger Zeit laufen viele Medien Sturm gegen Programme, die unerwünschte Werbung auf Webseiten blockieren. Hauptsächlich sind das Medien, die nur mehr mit Werbung Umsatz machen, weil ihre redaktionellen Inhalte nicht mehr Schritt halten können, und die dadurch den Großteil ihrer Leser verloren. Gute Beispiele dafür sind die deutschen Medien Bild, Welt und Süddeutsche, deren Polit- propaganda eben nicht mehr ankommt.
Mozilla hatte einige gute Adblocker als Add-ons in den Firefox-Browser integriert. Doch anscheinend scheint der unsaubere Druck dieser Medien zu groß geworden zu sein.
Ganz plötzlich schaltete Firefox zum Wochenende sämtliche Add-ons ab, die der Sicherheit dienten. Auch die Tracker-Blocker anderer Firmen gingen nicht mehr. Firefox-Nutzer sahen sich plötzlich mit Tonnen an Werbung, Trackern und ungewünschten Pop-ups konfrontiert.
Angeblich sei ein Zertifikat ausgelaufen, hieß es von Mozilla. Man bemühe sich, das so rasch als möglich zu reparieren. Die Zertifikat-Ausrede ist so ziemlich die dümmste, keiner braucht diese Zertifikate wirklich.
Alle Add-ons müssten erst von Mozilla signiert werden, kam dann. Wurden aber nicht, weil nichts mehr ging. Die beste Ausrede kam dann noch: „You can remove the add-on from Firefox and then reinstall a signed version from the Mozilla Add-ons site if one is available.“ Selbstverständlich ist kein einziger signierter Adblocker mehr „available“.
Am Sonntag der Jubelschrei von Mozilla: Man habe alles upgedated, alles solle wieder funktionieren.
Schmecks – natürlich nicht. Alle die abgeschalteten Apps blieben weiter tot.
Will man etwa Adblock Plus oder uBlock Origin neu installieren, zeigt Firefox die lange Nase. Entweder heißt es, dieses Add-on funktioniere nur mit Firefox, den müsse man zuerst installieren. Was schwierig ist, wenn man auf Firefox fährt. Oder wenn man Adblock Plus & Co. separat installieren will, wird das abgelehnt, weil das Programm „korrupt“ sei.
Für Mozilla bleibt die Alternative: Entweder man beugt sich dem Druck unansehnlich gewordener Medien, und verliert dadurch den Großteil der Benutzer. Oder man trotzt dem Druck und schlägt sich auf die Seite der Benutzer.
Die nächsten Wochen werden es zeigen. Bis dahin empfiehlt es sich, Firefox auszuweichen.

One thought on “Skandal um Mozilla

  1. Christov Kohl says:

    about:config in der Adressleiste eintragen, um die Firefox Einstellungen zu öffnen; dort den Parameter xpinstall.signatures.required umschalten (Doppelklick) auf false, damit Firefox auch unsignierte Erweiterungen akzeptiert. LG. C/K

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