Datenfalle Jö

May 4, 2019 by hotminnie

Kundenkarten dienen dem gleichen Zweck wie Apps, wenn auch nicht so ausgeprägt – über sie werden Kundendaten, Kundenbewegungen, Einkäufe weitergemeldet. Diese Daten werden lückenlos vernetzt, damit Kunden intensiver beworben werden können.
Der Nutzen von Kundenkarten für Kunden ist marginal. Sie können im Promille-Bereich von günstigeren Konditionen profitieren – die durch die Nutzung ihrer Daten aber weit mehr als aufgewogen werden.
Der deutsche REWE-Konzern hatte nun eine zündende Idee. Warum nur die Daten eigener Kunden aussaugen? Man wolle den Alltag der Kunden spürbar erleichtern, hieß es. Gemeint in der Übersetzung: Kundendaten noch umfassender nutzen.
Aso schloss REWE die Daten eigener Kunden mit jenen „befreundeter“ Unter- nehmen zusammen, mit der Marke . In Österreich sind dabei die staatliche ÖMV, die BAWAG, der Möbelhändler Interio und Pagro Discont.
Daraus sticht natürlich die BAWAG hervor. Diese ist einerseits eine Bank, die Kundendaten eigentlich nicht vermarkten dürfte. Andererseits gehört die ehemalige Gewerkschaftsbank BAWAG schon längst ausländischen Hedgefond-Gruppen, die jedem Cent nachjagen, der sich wie auch immer verdienen lässt.
Auch die staatliche ÖMV („Mineralölverwaltung“) steht seit längerem wegen ihrer oft undurchsichtigen Auslandsgeschäfte in der Kritik. Auch dort weiß man nicht, wohin Kundendaten aller Art gelangen könnten.
Denkende Kunden wären daher gut beraten, ihre Kundenkarten zurückzugeben und keine Geschäfte über die -Partner zu machen. Aber… denkende Kunden haben auch keine Kundenkarten.

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