Die unduldsame Internationale

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May 2, 2019 by hotminnie

Am kommunistischen Kampftag, dem 1. Mai, wird gern gefeiert. Jeder auf seine Art. Als Sozialist/Marxist/Kommunist ist man weltoffen, sozialisiert sich mit jedem. Fast jedem.
Die Sozialistische Partei in der steirischen Provinzhauptstadt Graz feierte ebenfalls. Wie es sich gehört, mit Musik. Eine Partyband wird gebucht, die – streng nach Vorschrift – nur Stücke spielt, für die Lizenzgebühren gezahlt wurden.

dkampus

Darunter auch ein Liedchen des bekannten österreichischen Musikers Andreas Gabalier. Und schon kam es zum Eklat. Die sozialistische Politikerin Doris Kampus stürmte auf die Bühne und untersagte der Band, etwas von Gabalier zu spielen.
Bei einer Feier zum 1. Mai stünden unter anderem Gleichberechtigung, Frauen- rechte und Geschlechtergerechtigkeit im Zentrum, versuchte Kampus danach eine Erklärung. Und Gabalier sei frauenfeindlich. Wer den Text des Songs Hulapalu kennt (von dem es sogar eine teutsche Übersetzung gibt), greift sich freiwillig an den Kopf. Wo wäre dort etwas Frauenfeindliches?

4you

Die Band reagierte gelassen und gab ihrerseits eine Stellungnahme heraus:

„Liebe Freunde!
Wir möchten hiermit ein Statement zu den aktuellen Geschehnissen hier auf Facebook (Andreas Gabalier – Hulapalu – SPÖ etc.) geben. Gestern am 1. Mai durften wir (4YOU) bei schönstem Wetter am Grazer Hauptplatz den musikalischen Ausklang der 1. Mai-Veranstaltung mit Partymusik gestalten. Wir möchten da vorweg gleich eines kundtun: wir haben in knapp 30 Jahren seit Bestehen unserer Musikgruppe für jede der größeren Parteien (zigmal) gespielt. Wir machen Musik, weil es uns Spass macht – Politik interessiert uns in diesem Augenblick nicht. Veranstalter aus nah und fern buchen unsere Partyband 4YOU, weil wir ein extrem breitgefächertes Programm bieten können, und das trotzdem immer noch 100% live.
Da wir natürlich auch Stücke von Andreas Gabalier im Programm haben (natürlich AKM-gemeldet), wurde auch sein Hit „Hulapalu“ gespielt. Noch während der letzten Takte des Stückes, stürmte eine Politikerin auf die Bühne. Lautstark wurde anschließend verkündet, dass von Andreas Gabalier kein Lied mehr gespielt werden soll. Wo doch Minuten zuvor noch für Toleranz und ein „Miteinander“ in alle Richtungen plädiert wurde. Aus diesem Grund waren wir etwas „angesäuert“, da (vor etwa 1000 Gästen) für uns die Situation etwas peinlich war. Unser Gitarrist und Gründer unserer Band, Johann Reisinger postete seinen Unmut sogar auf Facebook, was bislang einige Wellen geschlagen hat.
Die Musik von Andreas Gabalier kann man betrachten wie man möchte. Sein Erfolg ist jedoch nicht zu bestreiten. Und viele Menschen stehen da hinter ihm – das darf man nicht vergessen. Und da wir nunmal die größten Hits spielen möchten, dachten wir uns in diesem Augenblick nichts schlechtes das „Hulapalu“ am Grazer Hauptplatz zu trällern.
Eure 4YOU“

Irgendwie erinnert der Vorfall an Islamisches. Nach außen weltoffen und friedlich. Aber wie eine giftige Mimose, wenn auch nur ein einziger Schritt nicht linientreu ist. Kann es sein, dass sich Moslems und Sozialisten deswegen so gut verstehen?

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