Streit um Identi-Kit

April 6, 2019 by hotminnie

Aus dem Anlass einer kleinen Geldspende des späteren Mörders Brenton Tarrant an die Identitären – ein Mini-Verein in Österreich – entspann sich ein wilder Polit-Streit in dem kleinen Nahost-Staat.
Die linken Parteien bezeichnen geschlossen die Identitären als rechtsextrem. Rechtsextrem ist aus linker Sicht eben jeder, der die unkontrollierte Zuwanderung von Moslems nach Europa kritisiert.
Von den Regierungsparteien wurde die ÖVP auf dem falschen Fuß erwischt, weil die Identitären kaum jemandem bekannt waren. Die FPÖ wird sowieso als rechts- extrem hingestellt, trotz ihrer Herkunft als Arbeiterpartei. Doch ist es bekanntlich gerade die Arbeiterschicht, die sich nicht mehr von marxistischen Querulanten vertreten fühlt und am lautesten gegen die Bevorzugung moslemischer Ausländer wettert.

Gleich zwei Aussagen fielen da auf.
Der Uralt-Politiker Peter Pilz – ehemals ausgebildet in Moskau, Ultra-Marxist, ehemals Gründer der Gruppe Revolutionärer Marxisten, bestens verknüpft mit gewaltbereiten linksextremen Gruppen – warf der Regierung vor, die Bezeichnung „regular migration“ nicht mit „regulärer“, sondern mit „planmäßiger Migration“ übersetzt zu haben. Das sei die rechtsextreme Diktion der Identitären.
Ein Blick in Wörterbücher hätte ihm gleich gesagt, dass diese Übersetzung richtig war, seine Auslegung dagegen nicht. Doch Linke sind bildungsfern; wie schon die Eigenartigkeiten der Dissertation von Pilz gezeigt hatten.
Die zweite Aussage war nicht minder realitätsfern. Bundeskanzler Sebastion Kurz griff die FPÖ vehement an und verlangte von ihr eine Abgrenzung zu den Identitären. Er dulde keine Neonazi-Zusammenhänge, meinte Kurz.
Auch das klang eigenartig. Kurz war und ist es nämlich, der terroristische und terrornahe, jedenfalls aber antisemitische Gruppen unterstützt. So wie die Muslimbruderschaft, die Milli Görüs und diesen nahestehende Verbände. Gerade eben die Muslimbruderschaft, die zusammen mit den Nazis zahllose Juden ermordet hatte, und auch im Mittleren Osten zahllose Christen abschlachtete.

Seidlitz

Außerdem fand Kurz bisher kein Wort zu Gewaltaufrufen antisemitischer sozialistischer Organisationen, die „Reiche schlachten“ und alles niederbrennen wollen. Ist marxistisches Schlachten noch weniger nennenswert als islamisches Schlachten?
Die Identitären sind – ohne sie näher zu kennen – jedenfalls nie in Gewalttaten verwickelt gewesen. Die von Kurz hofierten radikal-islamischen Gruppen dagegen schon. Ist Abgrenzung nicht gleich Abgrenzung?

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