Empörung über Kniefall vor Islam

April 3, 2019 by hotminnie

Die Plattform Heimat in der SVP reagiert mit Fassungslosigkeit und Kopfschütteln auf gewisse Inhalte und „Empfehlungen“ der Broschüre „Muslimische Kinder und Jugendliche in der Schule“, welche vom Deutschen Schulamt (Anm.: für deutsch- sprachig) veröffentlicht wurde und über die zurecht im ganzen Land diskutiert wird.
Besonders schockiert sei man über den Vorschlag, aus Rücksicht vor dem Islam und dessen Kleidervorschriften den Schwimmunterricht geschlechtergetrennt stattfinden zu lassen und während des muslimischen Fastenmonats Ramadan keine Schulausflüge und Sportveranstaltungen mehr anzusetzen. Zudem werden die Lehrkräfte angehalten, bei ihrer Terminplanung während des Schuljahrs die muslimischen Feiertage zu berücksichtigen.
Es fällt auch auf, dass in den verwendeten Fotos, anders als in der Realität von Südtirols Grund- und Mittelschulen kein einziges muslimisches Mädchen ohne Kopftuch vorkomme. Dabei stelle gerade das aufgezwungene Tragen des Kopftuches schon von Kindesalter an ein großes Hindernis für eine gelingende Integration dar. Da nütze es dann wenig im Text festzuhalten, dass dies kein Glaubensgrundsatz, sondern lediglich eine gewachsene Tradition in vielen islamischen Ländern sei, und dass es nur für Mädchen im geburtsfähigen Alter gelte.
Würde es sich bei der Broschüre um einen Vorschlagskatalog einer islamischen Glaubensgemeinschaft handeln, könnte das Forum Heimat in der SVP das noch nachvollziehen. Aber in einem offiziellen Dokument der Schulbehörden hätten derlei Empfehlungen nichts verloren. Denn Integration und Eingliederung der Mitbürger anderer Kulturen und Religionen würde nicht bedeuten, durch übertriebene Toleranz die eigenen Grundprinzipien und schulischen Gepflogenheiten aufzugeben oder auf die gewachsenen kulturellen und religiösen Bräuche zu verzichten.
„Wir haben eine funktionierende Gemeinschaft, auf christlichen und demokra- tischen Werten basierend, die es zu stärken und den neu Hinzugekommenen nahezubringen gilt. Das Schulamt sollte das bekundete Interesse und die angemahnte Rücksicht für neue Kulturen auch auf unsere sogenannten kulturell gefährdeten Bezirke und Gemeinden in Bozen, Meran und Umgebung lenken. Die Sorgen und Nöte der Eltern, Lehrer und Kinder in den deutschen Kindergärten und Schulen sollten gleichermaßen entscheidende Berücksichtigung finden“, so das Forum Heimat in der SVP.
Die Plattform Heimat begrüßt die angekündigten Maßnahmen von Landesrat Philipp Achammer und unterstützt jegliche Entscheidung, die zu mehr Anpassung an die Gegebenheiten und Sitten des Landes durch muslimische Mitbürger führe.

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