Die gefährliche Leak-Prüfung

January 26, 2019 by hotminnie

Das deutsche Hasso-Plattner-Institut bietet einen sogenannten “Identity Leak Checker” an. Dort könne jeder seine email-Adresse eingeben, um prüfen zu lassen, ob die Adresse (oder Adressen) in Datenleaks auftauchen.
Diese Adressen werden, mitsamt allen ihren Herkunftsdaten, dann gecheckt. An die jeweilige Adresse wird mitgeteilt, wann in welchem Leak die Adresse und gegebenenfalls sonstige Daten wie Passwörter, Telefonnummern oder Kredit- kartennummern enthalten waren.
Die Kehrseite dieser Überprüfung ist aber den wenigsten Benutzern bewusst. Seit 2014 sei der Identity Leak Checker nach Angaben des HPI von mehr als neun Millionen Nutzern verwendet worden, verlautete vom Institut. Neun Millionen Nutzer hatten dem Institut also Daten mitgeteilt. Die übermittelten Daten,

Name of the accessed file
Date and time of access
Volume of data transferred
Notification as to whether file retrieval was successful
IP address
Web address previously accessed (Referrer URL)
Information about the operating system
Browser
Host name

werden vom Institut gespeichert. Wie lange und für welche Zwecke, darüber wird keine Auskunft erteilt. Man sollte eigentlich den Braten riechen: Daten, die freiwillig mitgeteilt werden, können auch frei verwendet werden. Wofür auch immer.
Finger weg von solchen dubiosen Checks.

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