Irland unterstützt Nazi-Forderung

January 25, 2019 by hotminnie

Kauft nicht bei Juden!“ – Dieser Aufruf aus der Nazi-Herrschaft ist in Europa noch lange nicht verhallt. Zuletzt kam er im traditionell antisemitisch eingestellten Irland in unguter Weise hoch.
Das irische Parlament beschloss am Donnerstag ein Gesetz, das die Einfuhr von Gütern verbietet – und unter Strafe stellt – die aus Ost-Israel stammen, also aus Judea, Samaria, Jerusalem und dem Golan. Das Gesetz wird als Control of Economic Activity (Occupied Territories) Bill 2018 bezeichnet, denn politisch korrekt, aber sachlich falsch, werden diese Gebiete als besetzt angesehen. In Europa will niemand verstehen, dass Israel diese Gebiete zurückeroberte, nachdem sie davor von Jordanien besetzt worden waren.
Die irische Regierung erklärte schon im Vorfeld ihre Gegnerschaft zu diesem Gesetz. Vorallem, weil es US-irische Beziehungen beeinträchtigen würde und mit großer Wahrscheinlichkeit zum Abbruch diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und Irland führen würde.
Darüber hinaus hat das Gesetz natürlich auch zur Folge, dass von Arabern in diesen Gebieten hergestellte Produkte ebenfalls nicht eingeführt werden dürfen. Denn damit nimmt Irland gleich einmal an, dass die Araber keine eigene Wirtschaft betreiben könnten. Für eine Verletzung des Gesetzes sind Strafen bis zu 250.000 Euro oder fünf Jahren Haft vorgesehen. Auch internationale Firmen und Konzerne dürfen solche Waren nicht nach Irland einführen, was zu erheblichen wirtschaftlichen Problemen führen wird.
Irland hatte davor weder die Massaker im Mittleren Osten verurteilt, noch die grausamen Übergriffe der Türkei im besetzten Nordzypern, noch die unzähligen Anschläge islamischer Terroristen gegen Juden.

Die Botschafterin Irlands in Israel, Alison Kelly, wurde nun einbestellt und mit harten Vorwürfen konfrontiert. Bereits davor hatten zahlreiche Stimmen in Israel die Schließung der Botschaft gefordert. Die Situation ist nicht einfacher dadurch, dass Irland auch ein Konsulat bei der terroristischen PLO in Ramallah unterhält, dem Jonathan Conlon vorsteht.
Ein Friedensprozess im Nahen Osten, in Europa unrealistisch herbeigewünscht, wird durch solche strikt antisemitischen Aktionen nur weiter in die Unerreichbarkeit geschoben.

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