Lebensgefährliche Unterschiede

November 2, 2018 by hotminnie

Man stelle sich vor:
Ein Moslem wird wegen Blasphemie angeklagt und verurteilt, weil er Jesus Christus als Propheten Allahs bezeichnet und damit gröblichst beleidigt habe. Die Verurteilung wird aufgehoben, denn der Moslem habe nur die Beleidigung Jesu aus dem Koran zitiert.
Millionen von Christen gehen auf die Straße, fordern den Kopf des Täters, verwüsten Moscheen, rufen dazu auf, alle Moslems zu ermorden.
Realistisch? Nein. Nirgends.
Aber umgekehrt – ja.
In Pakistan war die Christin Aasia Bibi – eine Analphabetin, die weder Bibel noch Koran lesen könnte – verurteilt worden, weil sie angeblich Mohammed verhöhnt hätte. Ein Senat des Obersten Gerichts, mit den Richtern Saqib Nisar, Asif Saeed Khosa und Mazhar Alam Khan Miankhel, hob die Verurteilung jetzt auf, weil keine überzeugenden Beweise für eine Schuld vorlägen.
Die – schon übliche – Folge waren Massenproteste aufgebrachter Moslems. Sie forderten die Köpfe Bibis und der Richter des Obersten Gerichts. Schon während des Verfahrens waren zwei hochrangige Politiker ermordet worden, die sich gegen die Verurteilung ausgesprochen hatten, und waren durch eine Anschlagsserie zahlreiche Christen getötet worden.
Der Freispruch ist auch nicht so einfach. Die pakistanische Regierung vereinbarte unter dem Druck der Ausschreitungen mit der Extremistengruppe Tehreek-e-Labbaik, die an vorderster Front der Proteste stand, Bibi vorerst in Haft zu behalten und das Oberste Gericht müsse seine Entscheidung nochmals überprüfen. Recht auf islamisch.
Nach den jüngsten Gerichtsvorgängen in Europa, in denen islamisches Recht über europäisches und nationales Recht gestellt wurde, bleibt nur mehr ein kleiner Schritt, bis auch in Europa alles Andersgläubige unter den donnernden Schreien radikaler Moslems zerbröckelt. Wenn man sie gewähren lässt.

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