Schule nur für Wohlhabende ?

September 6, 2018 by hotminnie

BERICHT

Jedes Jahr zu Schulbeginn werden Eltern von Schulkindern knallhart abgezockt. Schulen schreiben ihnen bis ins Detail vor, was sie an Material mitbringen müssen.
Da muss es der Pinsel um 8 Euro sein, ein spezielles Geodreieck einer ganz bestimmten Marke und ein dünner Filzstift von der teuersten Sorte! Dazu ganz speziell ausgestattete Hefte, mit Einbänden nur einer bestimmten, teuren Sorte, und am besten gleich ein Tablet – aber nicht irgendeines, sondern ein teures einer vorgegebenen Marke.
Der Ankauf von Schulmaterialien stelle ohnehin schon eine finanzielle Belastung für viele Familien dar. Die Beschaffung von vorgeschriebenen Markenprodukten, die für viele Familien eigentlich nicht erschwinglich sind, würde zu noch größeren Belastungen führen, sagen Miriam Atz Tammerle und andere empörte Politiker.
Verbraucherzentralen wiesen nach Reklamationen von Eltern bereits vor wenigen Tagen in Aussendungen darauf hin, dass Schulen keine bestimmten Marken bei Schulmaterialien verlangen dürften. Durch die Markennennung würden viele Eltern und Schüler von Anfang an unter Druck gesetzt, vor allem jene, die beim Einkauf wegen der Kosten vorsichtig sein müssen.
Eltern sollten die Möglichkeit über die Elternvertreter nutzen, um den Lehrern nahezulegen, einen derartigen Zwang zum Ankauf von Marken-Schulmaterialien zu unterlassen und zukünftig den Unterricht so zu gestalten, dass herkömmliche Schulmaterialien ausreichend sind.

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