Sicherheit und Terror

August 28, 2018 by hotminnie

BERICHT

Der Nahost-Staat Österreich liebt politische Auseinandersetzungen. Zur Zeit bietet das Sicherheitswesen Aufregung: Das rot aufgestellte BVT (Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung) liegt im Clinch mit der nicht mehr roten Regierung.
Das politisch besetzte Oberlandesgericht Wien versuchte, dem BVT Rücken- deckung zu geben. Auch einer der, funktionell sinnlosen Untersuchungsaus- schüsse im Parlament soll sich damit beschäftigen (worauf sich Abgeordnete freuen, weil sie dann ihre eigene Arbeit liegenlassen dürfen und für das Absitzen im U-Ausschuss gute Diäten kassieren).
Um vom HickHack um das in Misskredit geratene BVT abzulenken, kam das Innenministerium jetzt mit Empfehlungen heraus, wie man sich im Fall eines Terroranschlages verhalten solle.

Flüchten: Wenn irgendwie möglich, die Flucht ergreifen. Persönliche Gegenstände, das Handy ausgenommen, sollten zurückgelassen werden – denn sie könnten auf der Flucht behindern.
Verstecken: Wenn eine Flucht unmöglich ist, ein geeignetes Versteck suchen, die Türen verriegeln und/oder blockieren. Das Handy sollte lautlos geschaltet, ebenso auch die Vibrationsfunktion deaktiviert werden. Zudem gilt es, sich leise zu verhalten.
Verteidigen: Wenn die ersten beiden Optionen nicht möglich sind und man sich auch nach wie vor nicht in Sicherheit befindet, ist Selbstverteidigung das letzte Mittel der Wahl. Suchen Sie sich dafür Unterstützer bzw. Verbündete und helfen Sie gegebenenfalls auch anderen Personen.
Informieren: Sobald Sie sich in Sicherheit befinden, den Notruf (133 oder 122) wählen.

Die Qualität dieser Empfehlungen beweist – die Verfasser hatten keine Ahnung und noch weniger Erfahrung.
Flüchten? – so ziemlich die dümmste Variante. Ein durchschnittlicher Terrorist denkt ganz einfach. Es bewegt sich? >> Ist noch am Leben? >> Abschießen!
Verstecken? – Die meisten Anschläge passieren auf offener Straße oder auf offenen Flächen. Verstecken, noch dazu gezieltes Verstecken, ist nicht oft möglich. Beim Anschlag islamischer Terroristen auf eine Ausbildungsstätte in San Bernardino, CA, hatten die Täter ihre Opfer auch durch umgestürzte Tische hindurch erschossen.
Selbstverteidigung? – Wie? Die europäische Bevölkerung wurde fast völlig entwaffnet, um kriminelle Schutzsuchende nicht zu gefährden. Richtig: Bei vielen Anschlägen könnten Menschen gerettet werden, Beispiele zeigten es, wenn sich ihnen Bewaffnete entgegenstellen. In Europa, wo sogar Abwehrsprays und Taschenmesser großteils verboten sind, ist das nicht gewünscht. Großbritannien, wo Waffen aller Art verboten sind und deshalb die Zahl der Morde und Gewalttaten sprunghaft angestiegen ist, dient als bestes Beispiel, wie wehrlos Opfer sind.
Notruf wählen? – Ist vernachlässigbar. Wenn jemand Zeit hat, anzurufen, ist er/sie ohnehin meist nicht direkt gefährdet. Auch die überbordende Sucht nach Video-Überwachung allüberall ist schon längst als unsinnig erwiesen. Täter nützen das verbreitet fehlende Sicherheitsbewusstsein schonungslos aus.
Vorbereitung und Sicherheitssysteme könnten helfen. Aber solche zu empfehlen, geht über die Vorstellungswelt von Beamten hinaus.

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