Kindergeld im Angebot

August 11, 2018 by hotminnie

BERICHT

Deutschland denkt daran, ab 2019 die Überweisung von Kindergeld in Richtung Ausland besser zu kontrollieren. Ein großartiger Gedanke – auf dessen Umsetzung man sich wenig Hoffnung machen mag.
Wer sich in Deutschland aufhält, hat Anspruch auf das deutsche Kindergeld. Egal wo und zu welchen Bedingen das Kind lebt. Oder ob es überhaupt lebt. Denn bei genauerer Betrachtung – die schon lange möglich gewesen wäre, nicht erst 2019 – hätten Behörden rasch erkannt, dass viele Anspruchsberechtigte nur dann in Deutschland auftauchen, wenn Geld ausgezahlt wird. Und dass für viele dieser Kinder kein Nachweis vorliegt, dass sie wirklich existieren.
Ein Vergleich:
Deutschland zahlt für das erste und zweite Kind 198 Euro. Für das dritte 200 Euro. Für das vierte 225 Euro.
In der Türkei gibt es umgerechnet 10 Euro für ein Kind. Das ist, bei vier Kindern, ein (unversteuerter) Reingewinn von 811 Euro.
Nutznießer sind, am Beispiel Türkei, 587.393 Kinder (mit Stand Ende 2017). Das sind, wenn man nur ein Kind annimmt, gleich einmal über 116 Millionen, die monatlich in die Türkei fließen.
Es ist nicht verwunderlich, dass sich die EU-Kommission verzweifelt dagegen wehrt, diese verkappte Entwicklungshilfe an das asiatische Sultanat Türkei einzudämmen. Lieferte die EU doch in den letzten Jahren selbst rund 15 Milliarden Euro bei Erdoğan ab (von Waffenlieferungen abgesehen), großteils um die „Demokratie zu verbessern“.
Die EU könnte es sich leicht machen. Sozialleistungen nur in jenem Land, wo sich Anspruchsberechtigte samt Angehörigen aufhalten. Wäre das eine generelle EU-Vorschrift, könnte auch der verpolitisierte EuGH nichts dagegen machen.

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