Ein bedauerter Terrorist

July 10, 2018 by hotminnie

BERICHT

Ein heftiges Erdbeben erschütterte Deutschland. 69, ganze 69 Illegale waren nach Afghanistan abgeschoben worden.
Diese unglaubliche Zahl wird leicht relativiert: Mehr als 600.000 Ausreisepflichtige halten sich in Deutschland auf, viele von ihnen untergetaucht, und mindestens ein paar Hunderttausend dazu, die von den Behörden gar nicht erfasst wurden.
Einer von diesen (nur) 69 habe nach seiner Ankunft in Kabul Selbstmord begangen, gab die Polizei in Kabul an, und meldete die DPA, ohne auch nur eine Sekunde weiterzudenken.
Der Illegale, der sich Jamal Nasser Mahmoudi nannte, sei vor acht Jahren nach Deutschland eingereist, habe sich als minderjährig ausgegeben und behauptet, aus Afghanistan zu stammen. Nichts davon war geprüft worden.

Die dunklen Flecken:
Der Illegale hatte nie Asyl erhalten. Wieso konnte er so lange in Deutschland bleiben?
Über seine Zeit in Deutschland sei nichts bekannt, angeblich habe er länger in Hamburg gelebt. Nichts bekannt? Sollten sich um diese angeblichen Minderjährigen nicht die Jugendämter kümmern?
Das Bürschchen wurde mehrfach wegen Straftaten verurteilt worden, weitere Anklagen warteten. Und wo war er da? Saß er? Oder hatte er Bewährung mit Auflagen? Fielen die Straftaten eines Illegalen niemandem auf?
Der Unbekannte (man hatte keine echten Daten über ihn) kam aus dem Taliban-Umfeld. Werden solche Leute nicht überwacht?
Angeblich stammte der Abgeschobene aus dem Norden Afghanistans, seine Familie sollte ihn abholen. Von einer Familie war weder in Kabul noch sonstwo etwas bekannt, die afghanische Polizei suchte vergeblich.
Aber vor seinem Selbstmord – war es ein solcher? – hatte er angekündigt, nach Herat zu seiner Verwandtschaft zu fahren. Nun liegt Herat aber nicht in Nord-Afghanistan, man spricht dort einen gänzlich anderen Dialekt.
Was wirklich passierte, wird im Dunkeln bleiben. Eines aber nicht: Deutschland blamierte sich wieder. Und wieder.

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