Dumm – Dümmer – Facebook-User

April 5, 2018 by hotminnie

KOMMENTAR

Eine weitere Steigerung ist nicht mehr möglich.

Große Aufregung um Facebook: Die Firma habe angeblich Millionen von Nutzerdaten weitergegeben, diese seien für Webezwecke verwendet worden. Eine dümmere Ausrede ist schwer vorstellbar.
Von Beginn an wusste jeder, dass Facebook sämtliche Daten seiner User ausliest und für Werbezwecke verarbeitet. Darüber milliardenschwere Verträge mit vielen Firmen laufen lässt. Sonst wäre es nicht möglich gewesen, dass Facebook schon seit den ersten Jahren Milliardengewinne erzielt. Weil Facebook-User nicht nachdenken und alles anklicken, was ihnen irgendwo virtuell unterkommt.
Facebook-User geben mit ihrer Registrierung ihr gesamtes Privatleben preis; schonungslos, rückhaltslos, und ohne eine Nano-Sekunde lang nachzudenken.
Das wird auch noch von Firmen, Medien und Organisationen ausgenützt, denn überall findet man die Aufforderungen: Folgen Sie uns auf Facebook!  Was eben nur möglich ist, indem man sich registriert – und an Facebook verkauft.

Selbst die jüngsten Unstimmigkeiten fielen den Dümmsten aller Dummen – den Facebook-Usern – nicht auf.
Facebook wisse nicht, wie viele Daten von welchen Usern von anderen Firmen verwendet worden seien. Man werde aber jeden betroffenen User darüber informieren. Der eklatante Widerspruch blieb diesen Allerdümmsten verborgen.
Oder: Facebook brauche Jahre, um sein System abzusichern. Jahre? Jahre, in denen alles wie gehabt weiterläuft?
Facebook will alle Inhalte entfernen, die nicht den internen Vorstellungen entsprechen. Dazu ist aber notwendig – und nichts anderes tut Facebook – sämtliche Texte, Beiträge und virtuelles Material genau durchzusehen. Und dann, natürlich, für Werbezwecke zu verarbeiten. Zu sämtlichen Texten gehört auch die Kommunikation registrierter User, die außerhalb Facebook abläuft. Alle Emails, alle SMS, alle WhatsApp-Nachrichten werden von Facebook durchgescannt und mitverarbeitet.
Denn die Masse der User ist nicht einmal imstande, für Facebook separate Daten zu verwenden, sondern lässt alles ganz einfach über das übliche Email-Konto, die übliche Telefonnummer laufen.
Und schließlich die höchste aller Kritiken: Facebook habe Wahlen beeinflusst. Überraschung nur für Unaufmerksame. Zuckerberg hatte die Wahlkämpfe von Barack Obama und Hillary Clinton mit vielen Millionen gesponsert und nie einen Zweifel offengelassen, wo seine politischen Sympathien liegen.

Dazu habe Facebook Fake-Profile zugelassen. Neuigkeit? Viele Millionen an User-Profilen in Facebook sind Fakes. Das ist logisch, weil niemand kontrolliert, ob es den jeweiligen User wirklich gibt. Von Tier-Usern über Babies, bis hinauf zu den professionellen Multi-Profilen, von denen man über Nacht Likes in beliebiger Menge kaufen kann. Über diese umfangreichen Bot-Netze von Fake-Usern werden selbstverständlich auch Kaufentscheidungen, Wählermeinungen und alles andere beeinflusst, wofür bezahlt wird.
Das weiß Facebook nicht nur, das ist ein wichtiger Geschäftszweig von Facebook.
Die hirnfreien Facebook-User teilen, kommentieren und kommunizieren auf Facebook. Sie stellen wahllos Fotos in die „Community“, von allen nur denkbaren Lebenslagen, eingeschlossen intimste Nacktfotos. Keiner von diesen Leuten denkt daran, dass alle diese Inhalte unwiderruflich frei für jeden im Internet verfügbar sind.
Da kommen dann solche Erklärungen: Wie weiß ich ohne Facebook, was meine Freunde machen?
Ja, muss ich denn rund um die Uhr wissen, was sogenannte Freunde treiben? Und kann ich das wirklich nur über Facebook? Und sind es wirklich Freunde – warum rede ich dann nicht lieber mit ihnen?
Mein Hund ist abgängig? Sofort in Facebook stellen! Nur die hirnfreien User dort könnten den Hund finden – eine gängige „Denkweise“. Da spielt dann auch die Polizei mit, etwas wenn sie aufruft: Unterstützen Sie die Polizei, indem Sie den Zeugenaufruf auf Facebook teilen – welches Teilen eben nur hirnfreien Facebook-Usern möglich wäre. Ob diese Aufrufe dann sinnvoll wären, dazu meinte die Polizei nichts mehr.

Aus Sorge um Datenschutz hätten angeblich schon viele User über eine Abmeldung nachgedacht. Das darf stark bezweifelt werden. Erstens, dass sie nachgedacht hätten, das wäre ein völlig untypisches Verhalten für Facebook-User. Zweitens dass sie sich um Datenschutz sorgen würden. Denn sonst wären sie gar nicht in Facebook.
Die Facebook-Farce wird noch größer. Viele wohlmeinende Medien und „Experten“ verteilen Empfehlungen, was man wo in Facebook einstellen könnte, um… Ohne dazu zu sagen, dass trotzdem alle diese Daten für Werbezwecke verarbeitet werden.
Die einfachste Empfehlung – nämlich sich nicht in sogenannten sozialen Medien zu registrieren – die kommt aber nicht.
Dafür werden „Experten“ wahrscheinlich zu gut bezahlt. Von Facebook.

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