Ausländerfeindlichkeit ?

March 19, 2018 by hotminnie

BERICHT

Ein Aufreger in Oberösterreich: Ein Landwirt schrieb einer Firma zurück, er würde nichts bei Türken kaufen. Seine freie Meinung, die man ihm nicht vorwerfen kann. Ein Türke muss auch nichts bei Österreichern kaufen, ein Algerier nichts bei Franzosen.
Der Empfänger dieser Aussage, ein eingebürgerter Bosnier, gab sich fassungslos, obwohl ihn die Äußerung gar nicht betroffen hatte.

Noch viel mehr regte sich aber der Geschäftsführer der Welser Firma Bruno Machacek auf. Siegfried Kalteis ging, in eher übertriebenem Aktionismus, in die Öffentlichkeit, um die vermeintliche Diskriminierung eines Mitarbeiters durch einen Agrarfunktionär anzuprangern. Kalteis ließ seine politischen Beziehungen spielen, um gegen den Landwirt vorzugehen.
Sinnvoll? Gerechtfertigt? Oder nur eine unnötige Reflexhandlung?
Siegfried Kalteis nannte es Diskriminierung. Er äußerte sich nicht dazu, wie er es mit anderen Fällen halte. Wenn etwa einheimische Frauen im – sehr radikal-islamisch durchsetzten – Wels angepöbelt werden, wenn sie kein dschihadistisches Kopftuch tragen.
Oder wenn Parteifunktionäre, sogar im Parlament, einen Boykott israelischer Waren fordern; nach dem altbekannten Motto; Kauft nicht bei Juden!
Man kann bei allem überreagieren. Das isr aber weder dem Umfeld noch dem Kreislauf förderlich.
Bei Diskriminierung hätte Siegfried Kalteis noch etwas aufzuholen. Er sagte, in seiner Heimatgemeinde Pennewang würde „ein ausländisches Paar mit vielen Kindern“ im Pfarrhof wohnen. Gratiswohnung und ein paar tausend Euro im Monat – Österreicher sehen das als Diskriminierung: Es gäbe genügend einheimische Obdachlose ohne Geld, und österreichische Kinder im Armutsbereich.
Kann Siegfried Kalteis noch umdenken?

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