Terrorist verhaftet ?

January 26, 2018 by hotminnie

BERICHT

Deutsche Behörden behaupteten heute, ein Mitglied der islamischen Terrorgruppe Boko Haram verhaftet zu haben. Sein Name wurde mit Amaechi Fred O. angegeben, der volle Name verschwiegen, Fotos wie üblich bis zur Unkenntlichkeit verpixelt, um die Rechte der bedauernswerten Person nicht zu verletzen.
Europäische Behörden sind eben weiterhin viel zu weit vom realen Geschehen entfernt, um aus ihrem Wertigkeitschaos herauszufinden.
Der Nigerianer habe an mehreren Morden der Boko Haram teilgenommen, hieß es.
In Nigeria stößt die Verhaftungsmeldung mittlerweile etwas auf Unglauben. Amaechi soll, dem Namen und der Sprache nach, zur Volksgruppe der Igbo (Ibo) gehören, die im Südwesten Nigerias lebt – weit entfernt vom Boko Haram-Gebiet – und hauptsächlich christlich ist.
Für Europäer unerheblich; für sie liegt Nigeria irgendwo zwischen Lampedusa und Kapstadt. Eine Zusammenarbeit mit nigerianischen Behörden gibt es nicht, also darf man glauben, was man will.

Die Terrorgruppe Boko Haram wird, seit der Ermordung Ghadafis, durch die al-Qaeda und andere, der ägyptischen Muslimbruderschaft nahe stehende Terrorgruppen aus Libyen umfangreich mit Waffen beliefert. Die ungezählten aus Nigeria stammenden Scheinflüchtlingen in Europa, die einen großen Teil des Drogenhandels und –verkaufs abwickeln, sind eine wichtige Finanzquelle der Boko Haram. Ohne diese Drogengelder wären die Terroristen schon in der Unscheinbarkeit versunken.
Wohlweislich melden die deutschen Behörden nicht, ob auch der nun Verhaftete in den Drogenhandel verwickelt war. Das würde sicherlich auch den Schutz der Person verletzen.
Die Boko Haram ist eine der grausamsten islamischen Terrorbanden. Ihr geht es nicht darum, wie es westliche Medien beschönigend sehen wollen, einen eigenen islamischen Staat aufzurichten. Sondern nur darum, zu morden. Ob Christen, Moslems oder wen auch immer, das hat für Terroristen wenig Bedeutung.
Die Zahl der Opfer des Boko Haram-Terrors ist nicht messbar. In einem Dorf, in dem nach Regierungs-Vermutungen etwa 10.000 Menschen gewohnt haben sollen, wurden bei einem Angriff zwischen 500 und 2000 ermordet. Schon diese Diskrepanz zeigt die Schwierigkeit auf, eine Opferbilanz auch nur annähernd zu erstellen.
Kashim Shettima, Governeur der Borno-Proving, meinte, nach Berichten lokaler Behörden seien in den letzten Jahren rund 100.000 Menschen durch die islamischen Terroristen ermordet worden. Über zwei Millionen Menschen seien innerhalb des Landes auf der Flucht oder disloziert, davon fast 60.000 Waisenkinder. Über Angaben aus Europa, die von 15-20.000 Opfern sprechen, können Leute wie Shettima nur weinen. Er meinte, diese Zahlen würden von Medien verbreitet, die nicht einmal wissen, wo Nigeria liege.

Neben Angriffen in größeren Gruppen benutzt Boko Haram zunehmend auch als Frauen verkleidete und mit Bomben bestückte männliche Terroristen, die nur in wenigen Fällen, wie auf dem Bild, noch vor dem Zünden eliminiert werden können. Außerdem setzt Boko Haram verstärkt auch Kinder ein, die bei Angriffen „erbeutet“ und dann mit Bomben auf Märkte und in andere Menschen-Ansammlungen geschickt werden, wo die Bomben dann gezündet werden, oft mittels Mobiltelefonen.
Für Nigeria ist es sehr schwer, mit dem Terror umzugehen. Soldaten werden nur minimal bezahlt, erhalten oft nur wenig Munition, sind oft unzureichend ausgebildet. Die Versorgungsflut an die Terroristen, von Waffen aus Libyen und Geld aus Europa, konnte bisher nicht eingeschränkt werden.
Die latente Zerstrittenheit nigerianischer Politiker – eine Afrika-typische Krankheit – behindert um nichts weniger einen gezielten Kampf gegen den Terrorismus.
Oft werden Terroristen, die sich „ergeben“ haben, „resozialisiert“ – um sich dann frisch, munter und gut genährt wieder ihren Banden anzuschließen.
Auch da leidet Nigeria unter dem Einfluss des westlichen Menschlichkeits-Syndroms, das Terroristen als Menschen sehen und ihnen menschliche Behandlung angedeihen lassen will – anstatt sie zum Schutz der Bevölkerung nachhaltig aus dem Verkehr zu ziehen.
Gerade heute blamierte sich wieder einmal die UNO. Indem sie Ägypten wegen verhängter Todesurteile gegen Terroristen kritisierte. Aber heute und auch sonst zu den zahllosen Opfern schweigt, die von diesen Terroristen ohne jedes Verfahren gemordet werden.
So wie von Boko Haram in Nigeria.

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