Die Märchen-Waffe

November 21, 2017 by hotminnie

BERICHT

Ein Schieß-Vorfall beim Bundesheer hat Folgen. Ein Wachsoldat tötete einen anderen, es geht im Vordergrund um Schuld oder … Fahrlässigkeit? Schlamperei?
Ein Wachsoldat war mit geladener Waffe in einen Ruheraum gegangen, hatte dort abgedrückt und getötet. Jetzt wird versucht, den Täter zu entschuldigen. Seine Waffe habe sich beim Herunterfallen geladen, der Schuss sei nur irrtümlich losgegangen. Damit wird nun eine Entschuldung versucht.

Konnte das so abgehen? Selbstverständlich kann man eine Waffe wie das Sturmgewehr 77 durchladen, wenn man es heftig mit dem Kolben auf den Boden schlägt. Selbstverständlich kann sich die Waffe nicht durchladen, wenn sie nur hinunterfällt. Selbstverständlich kann sich das Gewehr nicht durch Hinunterfallen entsichern. Selbstverständlich kann der Abzug nicht durch Hinschauen gedrückt werden.
Sich auf einen Zufall ausreden, ist deshalb Unfug, aus mehreren Gründen:

1. Wo war die Dienstaufsicht? Der Wachkommandant? Der diensthabende Unteroffizier?
2. Wer überprüfte die Waffe nach dem Hinunterfallen?
3. Wieso blieb sie, nach dem angeblichen Hinunterfallen, noch geladen?
4. Warum durfte der Soldat die Waffe in den Ruheraum mitnehmen, selbst wenn sie nicht geladen gewesen wäre?
5. Wer entsicherte die Waffe und drückte ab – wenn sich der Soldat selbst nicht daran erinnern kann?

Das Bundesheer muss sich auch die Frage gefallen lassen: Wurden die Wach- soldaten, einschließlich des Wachkommandanten, an der Waffe ausgebildet? Allem Anschein nach nicht. Alles zusammen riecht schwer nach Vorsatz. Waffe entsichern und abdrücken geht nicht zufällig.
Das führt zum ersten Hintergrund. Beide Wachsoldaten hatten, so nennt man es heute, türkische Wurzeln. Das Opfer stand mit der Milli Görüs in Zusammenhang, deshalb vertritt mit Ümit Vural auch ein hochrangiger Milli Görüs-Funktionär die Familie des Opfers.
Noch nicht berichtet wurde, welcher Richtung oder Organisation der Schütze angehört, welcher Nationalität der Wachkommandant. War die Sache vielleicht eine inner-türkische Auseinandersetzung? Oder war der Schütze, wie manche vermuten, ein Kurde und Anhänger der PKK? Das Gericht ist nicht zu beneiden.
Der zweite Hintergrund wirkt ebenfalls düster. Zum Sachverständigen wurde Karl Dantendorfer bestellt, der schon in mehreren Fällen wenig angenehm aufgefallen war. Dantendorfer soll den Schützen in Richtung eines Unfall-Herganges beeinflusst haben, das wird zu prüfen sein. Denn ein Unfall kann es keineswegs gewesen sein. Dantendorfer redete sich Medien gegenüber mit ärztlicher Schweigepflicht aus. Damit lag er völlig falsch, ein Gerichtssachverständiger ist kein behandelnder Arzt, sondern Zeuge.
Ein mulmiges Gefühl bleibt bestehen. Türken als österreichische Wachsoldaten? Irgendwo scheint etwas schiefzulaufen.

xlarge.at/Agenturen

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