Gewerkschaftliche Perversität

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October 6, 2017 by hotminnie

BERICHT

Gewerkschaften waren ursprünglich gegründet worden, um die Rechte von Arbeitern gegenüber kapitalistischen Unternehmern durchzusetzen.
Das spielt es schon lange nicht mehr. Gewerkschaften sind, besonders in Europa, nur mehr Anhängsel linker Parteien, um ideologische Wünsche ihrer Parteien gegenüber allen politischen Gegnern durchzusetzen.
Die österreichische Gewerkschaft vida, praktisch nur eine Teilorganisattion der Sozialistischen Partei, kam jetzt auf eine neue, schon pervers zu nennende Idee. Sie öffnet sich für EPUs.
EPUs sind Einpersonenunternehmen. Also selbst Unternehmer und keine Arbeit- nehmer. Sie müssen ohnehin Mitglied der Wirtschaftskammer sein, dort auch Beiträge zahlen. Außerdem auch an die Sozialversicherungsanstalt der gewerb- lichen Wirtschaft, die mit Beitragsforderungen nicht zimperlich ist. Dazu dann noch 300 Euro pro Jahr an die Gewerkschaft zahlen?
Der Gewerkschaftsgedanke — die Vertretung von Arbeitern gegen Unternehmer — bleibt mit diesem Vorhaben ganz flach auf der Strecke. Gegen wen sollte eine Gewerkschaft Unternehmer vertreten? Gegen sich selbst?
„Wir sind die erste Gewerkschaft, die zum Vollanbieter wird“, verkündete vida-Vorsitzender Roman Hebenstreit. Der Parteifunktionär bewies dadurch, das Wesen einer Gewerkschaft nicht verstanden zu haben.
Die Wirtschaftskammer meinte kühl, das Vorgehen der Gewerkschaft sei dreist. EPUs seien Unternehmer und keine (unselbständigen) Arbeitnehmer; die Gewerkschaft sei da fehl am Platz.

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