Türkischer Unterricht in Europa

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September 28, 2017 by hotminnie

BERICHT

In Deutschland herrscht schon länger Aufregung darüber, aber laute Kritik darf nicht sein. An deutschen Schulen unterrichten über 500 türkische Lehrer, sogenannte Konsulatslehrkräfte, Schüler auf Türkisch. Lehrpläne für Türkisch- und Religionsuntericht würden eine “deutlich desintegrative Handschrift“ tragen, stellte die Gewerkschaft GEW fest.
Bezahlt werden die Lehrer, als türkische Beamte, vom Bildungsministerium der Türkei. Sie sind dem türkischen Geheimdienst MIT, der zusammen mit DITIB umfangreichen Einfluss auf türkische Vereine ausübt, berichtspflichtig. Zudem werden in türkischen Konsulaten Eltern und Lehrer dazu aufgefordert, regierungskritische Stimmen in Schulen zu melden.
Was im muttersprachlichen Unterricht durch Konsulatslehrkräfte gelehrt wird, entzieht sich vollständig der Zuständigkeit und Aufsicht durch deutsche Schulbehörden, meinen Gewerkschaft und Elternvertreter. Denn über die Inhalte dieses Unterrichts bestimmen die türkischen Generalkonsulate weitgehend selbst.
Unter anderem waren auf Wunsch eines türkischen Konsulats Inhalte über den „Dersim-Genozid“ aus dem alevitischen Lehrplan gestrichen worden. 1938 hatte die türkische Armee in Dersim mehr als 60.000 kurdische Aleviten ermordet.
Die Schulbehörden wagten es bisher nicht, diesem Fremdunterricht entgegen- zutreten.

Ein bekannter Experte, Dr. T.T., zieht dazu die Schlussfolgerung. Er schreibt:

Der derzeitige türkische Konsulatsunterricht, der die islamistisch-nationalistische Ideologie der AKEPE (Adalet ve Kalkınma Partisi) unter Kinder und Jugendlichen verbreitet, muss ebenso beendet werden, wie die derzeitige Entsendung von türkischen Staatsbeamten des Diyanet (Diyanet İşleri Başkanlığı) als Hodschas über DITIB/ATIB in die angeschlossenen Moscheevereine.
Ansonsten züchtet man hier die nächste Generation von Anhängern des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan heran, die als tief religiöse und extrem nationalistische Türken nur die monogame Staatsloyalität zur AKEPE-Türkei kennen.
Womit sich ein sicherheitspolitisch-gesellschaftliches Gewalt- und Konfliktpersonal entwickelt, welches entsprechenden Zündstoff umfasst, der sich in Zukunft in vermehrter politisch motivierter Strassengewalt und sozialen Eruptionen entladen kann und wird.
Spätestens dann, wenn sich die derzeitigen politischen Konflikte zwischen AKEPE-Türkei und Deutschland/Österreich verschärfen werden, wovon im Zeitablauf auszugehen ist, da schon seit Jahrzehnten innertürkische Konflikte hier ausgetragen werden, die durch die Versuche der AKEPE, über ihre Lobby- organisationen eine AKEPE’desierung der Auslandstürken zu erzielen, noch eine ideologische Unterfütterung erhalten, die gegen die jeweilige Merheitsgesellschaft gerichtet ist, in die sich die AKEPE Anhänger nicht identifikativ assimilieren sollen.
Der beständige Verdacht aus der Türkei, jeder Kritiker der AKEPE sei ein Sympathisant der kurdischen PEKEKE, oder der religiösen Gülen Hareketi/Hizmet, geben nur einen Vorgeschmack auf das, was noch folgt, wenn sich die politische Großwetterlage weiter eintrübt.

Handlungsempfehlungen für die Politik:
Auf politischer Ebene wird im Verhältnis zur AKEPE-Türkei zu folgenden Schritten geraten, um deren Ideologisierungsversuche der hier lebenden türkischstämmigen Menschen auszutrocknen:

1. Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen mit der AKEPE-Türkei, da es nur noch um einen Grundlagenvertrag gehen kann, der die Zusammenarbeit bei gemeinsamer Interessenlage regelt.
Gleichzeitig ist einer Befreiung von der Visa-Pflicht eine Absage zu erteilen, weil es ansonsten zu quantitativen Wanderungsbewegungen von Menschen mit marginalen Sozial- und Bildungsstatus aus der Türkei nach Westeuropa kommen wird, da der türkische Staatspräsident diejenigen Personen los werden will, die für die türkischen Sozialkassen eine Belastung darstellen.
Dadurch würden jetzt schon bestehende Parallelgemeinschaften in Europa, die sich immer weiter abschotten, noch verstärkt, da die einwandernden Menschen dorthin ziehen, wo schon entsprechende Strukturen (Duisburg-Marxloh et al.) und familiäre, verwandschaftliche oder regionale Beziehungen existieren, die es ermöglichen, ein Leben neben der Mehrheitsgesellschaft zu führen.
Dies kann nur auf der EU Ebene in Brüssel/Straßburg erfolgen.
Aber Länder wie Deutschland/Österreich können hier hier ihr politisches Gewicht in die Waagschale werfen, um Druck zu machen.
Zudem besitzt man das Mittel wirtschaftlicher Sanktionen, da die EU die AKEPE-Türkei in wirtschaftlicher Hinsicht nicht benötigt. Andersherum schon.
Ansonsten besteht auf absehbare Zeit kein Grund, die AKEPE-Türkei in die EU aufzunehmen, deren Staatspräsident einen Kampf gegen die westliche Moderne führt.:
Was aber nicht dazu führen darf, auch den Kontakt zur marginal bestehenden türkischen Zivilgesellschaft aufzugeben, die man im Kampf gegen islamistisch-nationalistische AKEPE und rechtsextremistisch-turanistische MEHEPE (Milliyetçi Hareket Partisi) stärken muss.
2. Abbruch der Kontakte zu DITIB/ATIB, bis geklärt ist, wie sich beide Organisationen in Zukunft zur jeweiligen Mehrheitsgesellschaft positionieren.
3. Abbruch des türkischen Konsultatsunterrichtes in der jetzigen Form, da nur ein staatlich kontrollierter Unterricht mit hier erstellten Lehrplänen, der von hier ausgebildeten Personal abgehalten wird, zielführend ist.
4. Mittel- bis langfristig Beendigung der Entsendung der Hodschas aus der Türkei in hiesige Moscheevereine für 4-5 Jahre, dies schon wegen fehlender Kenntnisse der Landessprache. Zumal der Verdacht besteht, die in der Regel an religiösen İmam hatip lisesiler (Imam Hatip Schulen) ausgebildeten Hodschas verbreiten hier die AKEPE-Ideologie.
Dafür Ersetzung der türkischen Hodschas durch hier ausgebildete Hodschas, deren Studieninhalte staatlicher Kontrolle unterliegen, da schon in Deutschland die Freiheit der Lehre nicht von der Treue zur Verfassung entbindet. (Art.5 III GG).
5. Überprüfung der Aktivitäten der türkischen AKEPE-Lobbyorganisationen im Inland (UETD, etc.) durch die zuständigen Sicherheitsbehörden bezüglich eventuell bestehender Sicherheitsrisiken.
Im Notfall muss ein Betätigungsverbot erfolgen, wenn die Lobby- organisationen Aktivitäten entfalten, die die innere Sicherheit gefährden.

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