Südländer und die Polizei

June 13, 2017 by hotminnie

BERICHT

Ein Mann kommt am Münchner Flughafen an, übernachtet gleich dort, was anscheinend niemandem auffiel. Er fährt dann mit einem Zug Richtung München, schlägt plötzlich auf einen anderen Fahrgast ein und verletzt ihn schwer.
In Unterföhring, einem kleinen Ort vor der Stadtgrenze von München, kommt gemächlich die Polizei daher. Ein Beamter, eine Beamtin — die politisch korrekte, aber nicht praxistaugliche Mischung. Fahrgäste schildern, die Polizisten seien mit dem “dunkelhäutigen Mann” in den Lift gestiegen. In den Lift? Keine Handschellen?
Es kommt zu einem Handgemenge mit dem Gewalttäter. Dieser entreißt dem Polizisten die Waffe, schießt auf die Beamtin und auf andere Menschen.
Die Affäre ist noch nicht zu Ende.
Mehrere Zeugen berichteten von einem dunkelhäutigen Täter. Das ist nicht politisch korrekt, die Polizei bestreitet es. Der Name eines in der Nähe gefundenen Ausweises wird veröffentlicht, der Ausweis soll aber gar nicht dem Täter gehören.
Also doch nur ein blonder, leicht dunkel pigmentierter, waschechter Bayer?
Die Affäre ist noch immer nicht zu Ende.
Erstaunte Fragen: Wie konnte der Täter so einfach mit der Polizeiwaffe schießen? War diese denn nicht gesichert?
Nein, natürlich nicht. Die Polizei in Bayern verwendet unsichere Uralt–Pistolen vom Typ Heckler & Koch P7. Die P7 ist eine sogenannte Griffspanner–Pistole, sie besitzt keine Sicherung. Wenn man sie fest in die Hand nimmt, kann man sofort damit schießen. Damit gab es schon genug Unfälle, doch ein Wechsel der Bewaffnung liegt noch immer in weiter Ferne.
Es wird noch zu prüfen sein, doch — wäre die Bluttat vermeidbar gewesen? Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ist Reserveoffizier, sollte deshalb etwas Ahnung von Waffen haben. Das P7–Fiasko fällt jedenfalls in seine Verantwortung.

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