Grüne und der Faschismus

March 25, 2017 by hotminnie

BERICHT

In Südtirol, von den Italienern Alto Adige genannt, ist der Faschismus noch lange nicht gestorben. Auch die Grünen, anderswo mit „antifaschistischen“ Parolen umtriebig, scheinen sich mit dem echten Faschismus sehr wohl zu fühlen. CasaPound, eine ur-faschistische Gruppe, sitzt bequem im Bozner Gemeinderat.
Der Faschismusexperte Andrea Di Michele fürchtete ein Wiedererstarken des Faschismus in Bozen (Artikel in den „Dolomiten“ vom 24. März 2017). Di Michele wünschte sich deshalb, dass von den italienischen Parteien ein starkes Signal komme, um dieser Bewegung Wind aus den Segeln nehmen zu können.
In der Tat: Von den italienischen Parteien, aber auch von den Verdi-Grünen-Vërc und Teilen der SVP, kommen starke Signale, doch nicht, um CasaPound in die Schranken zu weisen, sondern um diese Bewegung auch noch zu befeuern! Bozens Mitte-links-grüne Stadtregierung ist das beste Beispiel dafür:
Die Symbole der Fremdherrschaft – und genau dafür und für nichts anderes stehen der Markuslöwe und die römische Wölfin bis heute – werden auf den künstlerischen Wert reduziert und als friedensstiftend und auch noch als demokratiefördernd reinterpretiert. Vermeintliche Antifaschisten und Friedensheuchler bereiten den Faschisten des 3. Jahrtausends den besten Nährboden!
Die Südtiroler Grünen wollen aus Anlass des Jubiläums der römischen Verträge einen Flashmob durchführen. Unverständlich ist aber, dass für dieses Vorhaben der Platz vor dem faschistischen Siegesdenkmal gewählt wurde. Ein Denkmal, das den Faschismus verherrlicht, hat nichts, aber rein gar nichts mit einem vielfältigen Europa zu tun, meinen echte Südtiroler.
Die Entstehung des Siegesdenkmals, nach Skizzen des Duce, ist den Grünen, besonders dem Historiker und Abgeordneten Hans Heiss, sicher bestens bekannt. Der italienische Faschismus steht wie der deutsche Nationalsozialismus für Nationalismus, Rassismus und Verbrechen gegen Menschen und Völker. Damit nimmt die Wahl des Ortes, dem von den Grünen beabsichtigten Flashmob „für ein starkes und vielfältiges Europa“ aus Anlass 60 Jahre römische Verträge, die ganze Kraft.
Den Grünen ist das egal. Man ist gegen Faschismus, aber nicht dort, wo er herkommt.

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