Polit-Skandal bei Chor

December 30, 2016 by hotminnie

BERICHT

Der Mormon Tabernacle Choir ist eine weltweit berühmte Institution der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (auch Mormonen genannt). Nur Mitglieder der Kirche “in gutem Stand“ können teilnehmen.
Nachdem einige Clinton-Aktivistinnen versucht hatten, die Kirche in den Wahlkampf gegen Donald Trump hineinzuziehen, kamen jetzt weitere Folgen zum Vorschein. Der Chor wurde eingeladen, bei der Inauguration des – gewählten – nächsten US-Präsidenten aufzutreten.

chamberlin Das Chormitglied Jan Chamberlin veröffentlichte deshalb eine Erklärung, aus dem Chor auszutreten. Sie meinte, das Ansehen des Chors würde schwer geschädigt, wenn der Chor für einen Präsidenten auftritt, der (aus Sicht Chamberlins) Tyrannei und Faschismus repräsentiere. Sie verglich den demokratisch gewählten nächsten Präsidenten mit Adolf Hitler, und schrieb: “I am troubled by the problems we face which seek to destroy our love for liberty and respect for humanity internationally. History is repeating itself; the same tactics are being used by Hitler.“
Insgesamt verglich sie damit einen gewählten Präsidenten mit einem Massenmörder. Unklar ist, ob Chamberlin die Bedeutung ihres Vergleichs bewusst war, oder ob sie nicht nur einen längst beendeten Wahlkampf fortsetzen wollte.
Kirchen-Sprecher Eric Hawkins meinte dazu, die Teilnahme an Veranstaltungen des Chors sei freiwillig, von den 360 Chormitgliedern würden höchstens 215 bei der Feier teilnehmen.
Die Aktion von Jan Chamberlin erscheint daher sehr unehrlich. Sie hätte sich einfach nicht freiwillig melden brauchen. Statt dessen veröffentlichte sie eine politische Meinung über soziale Medien. Chamberlin blieb auch eine Antwort schuldig, ob sie für Hillary Clinton aufgetreten wäre. Für eine Atheistin, die Teile der US-Verfassung abschaffen wollte. Für Medien war Chamberlin in der Folge nicht erreichbar.
Ein weiteres Kirchenmitglied, Randall Thacker, startete gleichzeitig eine Petition, um dem Chor die Teilnahme an der Feier untersagen zu lassen. Obwohl der Chor schon für mehrere Präsidenten beider Parteien aufgetreten war. Thacker schien den Chor mit einer politischen Cheerleader-Gruppe zu verwechseln.
Aktionen dieser Art sind gerade dem Klima in den USA, wo Kirchen und Staat streng getrennt sind, wenig förderlich. Sie nähren nur den Hass gewaltbereiter linkspopulistischer Strömungen, die nicht verkraften wollen/können, dass ein politischer Wahlkampf auch mit einer Niederlage enden kann.
Bisher fehlt leider eine Stellungnahme der Kirchenführung.

Advertisements

Archives

Categories

%d bloggers like this: