Aleppo – die nächste Niederlage

December 15, 2016 by hotminnie

KOMMENTAR

Die selbsternannte Völkergemeinschaft, allen voran die UNO, schlitterte in Syrien in das nächste Fiasko.
Zuerst wurden islamische Terrorgruppen unterstützt, die Teile der Stadt Aleppo eroberten, dort tausende Menschen umbrachten. Dann bejammerte die Völkergemeinschaft die angeblich 250-300.000 Zivilisten, die unter unmenschlichen Bedingungen in Ost-Aleppo eingeschlossen wären. Schließlich, nach der Rückeroberung der Stadt durch das syrische Regime, wurde ein Abzug der Terroristen und ihrer Familien gefordert und vereinbart — wobei die Terroristen bis zuletzt diesen Abzug mit Waffengewalt zu verhindern suchten.
Im Endergebnis sollen um die 3000 Terroristen nach Idlib gebracht werden. Um dort munter weiterkämpfen zu können. Unterstützt von der Türkei, die sie im näher gelegen Idlib besser versorgen kann. Und zusammen mit angeblich rund 10.000 Zivilisten, als “Angehörige“ der Terroristen. Kein Wort mehr von der angeblich versorgungslos in Ost-Aleppo eingeschlossenen Viertelmillion Zivilbevölkerung.
Wenn Aleppo wieder eingenommen wurde: Warum fliehen Menschen dann von dort? sie sollten doch nun, nach der Wegschaffung der Terroristen, wieder in Sicherheit sein.
Terroristen, das sind hauptsächlich Anhänger der Jabhat al-Nusra und anderer Gruppen der al-Qaeda, weiter schlachten zu lassen und sie zu schonen — das ist doch wohl genau kontraproduktiv und kriegsverlängernd.
Menschen in Europa sind nach dem Krieg auch nicht geflohen, sondern haben wiederaufgebaut. Ist das Syrern nicht zumutbar? Tausende Terroristen in Idlib: Um sich auf die nächste Eroberung vorzubereiten und dann wieder unschuldig verfolgte “Rebellen“ zu spielen? Damit ist niemandem gedient.
Die UNO versagte in dieser Sache voll und ganz, tat ihr möglichstes, um den Krieg zu verlängern und die (nach Europa strömenden) Massen zu vergrößern. Viel zu lange hielt man die Fiktion aufrecht, nur der Islamische Staat sei böse und alle anderen gut. Viele tausend Menschen wären noch am Leben, hätte man die blutigen Terrorgruppen der al-Qaeda ernster genommen.
Eine radikale Bekämpfung der Terrorbanden durch die Völkergemeinschaft, und danach aus der Position der Stärke geführte Verhandlungen mit Assad — den man viel zu lange gewähren ließ — wäre die sinnvolle Alternative gewesen. Zu einer solchen ist die Völkergemeinschaft aber offenbar nicht imstande.
Eine Einmischung auf Raten, nach dem Motto “Assad muss weg, wer immer auch dabei draufgeht“, sollte daher ein Ansporn zur Überlegung sein, wozu man dann die UNO noch braucht. Zahnlos ist sie längst, und die Bestellung eines radikalen Sozialisten zum neuen Generalsekretär kann nichts mehr verbessern.

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