Skandal im Wahlkampf

November 25, 2016 by hotminnie

BERICHT

Der Wahlkampf um den Bundespräsidenten in Österreich nimmt noch schmutzigere Dimensionen an, als man sich vorstellen hätte können.
Die letzte Entgleisung ist ein Propaganda-Video mit einer 89-jährigen, die sehr polemisch für den Kandidaten Alexander van der Bellen wirbt und dessen Gegenkandidaten Norbert Hofer verteufelt. Als Siebenjährige habe “Gertrude“, wie sie sich nennt, einen Bürgerkrieg gesehen. Sicher aber als Kind nicht verstanden, worum es dabei gegangen war.
Die alte Dame stört sich daran, dass der Chef der Freiheitlichen Partei von Bürgerkrieg spricht. Nicht wissend, wovon sie redet, die zunehmend härteren Auseinandersetzungen in Österreich — aber auch sonst in Europa — offenbar nicht mehr wahrnehmend. Auseinandersetzungen, ausgelöst durch das Überhandnehmen einer extremistischen Strömung durch Massen an eingeladenen radikal-islamischen Ausländern.
Gertrude sei im KZ gewesen, hätte das überlebt. Unvorstellbar, dass sie dann gerade für einen kommunistischen Kandidaten wirbt. Der Kommunismus betrieb schon lange vor den Nazis KZs, betreibt sie bis heute. Die Überlebens-Wahrscheinlichkeit im sogenannten GULAG war und ist geringer, als sie in den Nazi-KZs war.
Eine Mörder-Ideologie anzuprangern, eine andere aber zu negieren — diese Entgleisung ist abseits alles Vorstellbaren.
Ist es wirklich nötig, einen Wahlkampf mit Griffen in die unterste Schublade zu führen?

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