Drei Jahre lang U-Boot

September 30, 2016 by hotminnie

BERICHT

Belm — eine kleine Gemeinde in Norddeutschland, eigentlich eher ein Vorort der Stadt Osnabrück. Von den knapp 14.000 Einwohnern sind mehr als 22 Prozent Ausländer, oder „frisch Eingebürgerte“. Den völlig falschen Begriff Migrationshintergrund mag schon niemand mehr hören.
Eingebettet von einer Belmer Grundschule und einer großzügigen Sportstätte befindet sich die Johannes Vincke-Schule in guter Nachbarschaft am Heideweg 24 in Belm. Als inklusive und jahrgangsbezogen geführte Oberschule nimmt die Johannes Vincke-Schule seit dem Schuljahr 2013/2014 Schülerinnen und Schüler mit Laufbahnempfehlungen aller Schulformen auf. Als Rektorin wurde Ute Haehnel eingesetzt, zur großen Freude von Kollegium, Schülerschaft und Eltern.

jovisLaufbahnempfehlungen und Schulorganisation scheinen allerdings nicht ganz zu funktionieren. Drei ganze Schuljahre lang konnte eine Schülerin die Belmer Schuler als U-Boot besuchen. Keinem war aufgefallen, dass das Kind voll vermummt kam, nie wenigstens das Gesicht zeigte, durch ihre Maskerade deshalb auch nur eingeschränkt am Unterricht teilnehmen konnte.
Rektorin Ute Haehnel meldete den Fall erst im August 2016 an die zuständige Landesschulbehörde, Haehnel wollte sich auch nicht dazu äußern, weshalb ihr der Mummenschanz nicht früher aufgefallen war. Der langjährige Elternratsvorsitzende Karsten Hohl meinte dazu, er höre von dem Thema das erste Mal. Das sei doch ein gutes Zeichen. Jedenfalls nicht für ihn; ein Elternratsvorsitzender sollte wissen, was an seiner Schule abgeht.

karstenhohlAuch der Belmer Gemeinderat versuchte, abzuwiegeln. Belms Bürgermeister Viktor Hermeler erklärte zwar, der Fall sei der Verwaltung schon länger bekannt, es habe aber keinerlei kritische Rückmeldungen aus der Bevölkerung gegeben. Sollte nicht eher die Gemeindeverwaltung die Bevölkerung über solche Vorfälle informieren?

hermelerInzwischen wurden Polizei, Verfassungsschutz und das Kultusministerium in Hannover eingeschaltet. Die Schule solle durch Beratung eine Verhaltensänderung bei der Schülerin bewirken, meinte ein Sprecher der SPD-Kultusministerin Frauke Heiligenstadt. Offenbar nach dem Motto — was drei Jahre lang nicht geklappt hatte, wird vielleicht im vierten Jahr zu schaffen sein.
Mit dieser Einstellung geht jeder Ansatz von Integration voll den Bach hinunter.
Aus dem Niedersächsischen Innenministerium — SPD-Minister Boris Pistorius ist, seiner Parteilinie folgend, gegen eine Verschärfung des Asylrechts und für stärkeren Zuzug Illegaler aus Asien — erging die „Unterrichtung“, es sei in diesem konkreten Einzelfall bisher zu keinen Störungen des Schulfriedens gekommen. Eine voll vermummte Figur, die jahrelang unerkannt durch eine Schule geistert, ist keine Störung des Unterrichts? Was dann? Keiner von den Verantwortlichen wagte eine Wortspende, ob jetzt nicht wenigstens das Umfeld der Vermummten überprüft wird. Denn eine Vollvermummung geht in aller Regel mit extremistischer, jihadistischer Einstellung einher.
Für den Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes ist eine Vollvermummung eine Einschränkung des Schulalltags. Für Lehrer und auch für die Mitschüler sei es wichtig, im Unterricht auch die Mimik der Schüler zu erkennen. Ob das die Belmer Lehrer mitbekamen, die das U-Boot jahrelang übersahen? Der CDU-Politiker Jens Nacke mahnte zur Vorsicht: Auch bei den islamischen Terroristen Safia S. und ihrem Bruder aus Hannover habe sich die Radikalisierung in der Schule gezeigt.
Die von Angela Merkels Realitätsverlusten hypnotisierte deutsche Gesellschaft kommt der Grundsatzfrage, wie weit eine radikale Integrationsverweigerung tragbar ist, immer näher.

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