Die sterbende Volkskultur

September 19, 2016 by hotminnie

BERICHT

München, die Hauptstadt Bayerns, veranstaltet jedes Jahr einen Riesen-Rummel, genannt Oktoberfest. In echt ostfriesischer Auslegung findet das Oktoberfest im September statt. Millionen von Besuchern saufen, gröhlen, vernichten Unmengen von Hühnern. Für nicht Heimische schwer verständlich. Aber eben Tradition. Es nennt sich Fest der Volkskultur.
Männer aus Bayern, und aus den angrenzenden Länder, gehen mit Lederhosen zum Oktoberfest. Das ist Tradition, Volkskultur. Untrennbarer Bestandteil dieser Tradition ist ein in die Lederhose eingestecktes Messer. Wie es bei der Landbevölkerung seit undenklichen Zeiten üblich war.
War ist richtig.
Den Bewohnern Deutschlands wurde verordnet, sich zu integrieren. Messer dürfen nur mehr jene Millionen Männer tragen, die aus Asien stammen. Die gern messern, wie sie aus ihren Heimatländern gewohnt sind.
Deutschen brachte man seit 70 Jahren bei, sich zu verteidigen sei Pfui. Messer bei sich zu haben, sei nur mehr bei Gästen aus Asien üblich. Ein Plastikgriffel tue es ja auch. Weg mit der Volkskultur!
Pflichtschuldigst schlagen die Lederhosenträger ihre Blicke auf den Boden, lassen den schneidenden Bestandteil ihrer Lederhosen daheim – und ordnen sich der politisch korrekten Leitkultur aus Asien unter. Eroberte dürfen keine Waffen führen. So hatten es schon die Osmanen vorgeschrieben.
Niemand, auch nicht der hartnäckigste Verfechter bairischer Tradition, wehrte sich gegen diese Verkulturung. Sonst träfe ihn ja vielleicht ein strafender Blick der Bundesmutti.
Tradition zählt eben nur mehr, wenn sie aus einem anderen Erdteil stammt.

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