Gaziantep: Der nächste Anschlag

August 22, 2016 by hotminnie

BERICHT

Die rund hundert Kilometer vom syrischen Aleppo entfernte türkische Stadt Gaziantep ist das wichtigste Versorgungszentrum für islamische Terroristen, die in Syrien kämpfen. Von Gaziantep geht der Nachschub vor allem für die terroristische al-Nusra aus, die weiterhin Teile von Aleppo gegen Truppen des syrischen Regimes hält.
Beiden Seiten, den Türken und den Terroristen, kommt es sehr ungelegen, dass kurdische Einheiten von Kobane ausgehend bis tief in den Raum nördlich von Aleppo vorgestoßen waren und diese wichtige Nachschublinie bedrohen. Vor allem die Eroberung des Verkehrsknotens Manbij durch kurdische Kämpfer war für die Türken ein Alarmsignal.
Die Reaktion war unüberhörbar.
Am Samstag detonierte eine Bombe bei einer türkischen Hochzeitsfeier in Gaziantep, bisher wurden 54 Tote und viele zum Teil schwer Verletzte verzeichnet. Viele der Opfer sind Kinder.
Die ersten Meldungen, ein Kind habe eine Bombe in die Gesellschaft gebracht, die dann ferngezündet worden sei, wurden wieder zurückgezogen. Niemand bekannt sich bisher zu dem Terror-Anschlag — worauf immer hilflos gewartet wird — niemand mag wirklich untersuchen.
Das Signal an die Kurden, wir wollen euch hier nicht, wird nicht offen gesagt, aber von jedem verstanden.
Die Türkei kommt aber zunehmend unter Erklärungs-Notstand. Nach ersten Ermittlungen war der in Gaziantep verwendete Sprengkörper gleicher Art wie jene, die am 10. Oktober 2015 in Ankara an die hundert Tote versursacht hatten.
Bei dem offiziell nie aufgeklärten Anschlag in Ankara waren Teilnehmer einer regierungskritischen Demonstration getroffen worden, wenig Zweifel bestand daran, dass hinter dem Anschlag die Millî İstihbarat Teşkilatı (MIT), der türkische Geheimdienst, stand.
Die Methoden der AKP-Türkei sind nur mehr marginal von jenen Nazi-Deutschlands zu unterscheiden.

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