Der nächste Halal-Betrug

August 14, 2016 by hotminnie

BERICHT

HALAL ist alles, was im Islam nicht ausdrücklich verboten ist. Die Verbote, und es sind nicht viele, stehen im Koran. In der Praxis ist es nicht so einfach, weil man damit keine Geschäfte machen könnte. In islamischen Staaten entstand deshalb die Vorschrift einer Bescheinigung, ob etwas halal ist oder nicht. Produkte aus Europa werden nur angenommen, wenn sie von einer akkreditierten Firma als halal bestätigt sind.
Damit begann das große Gezerre in Europa, jeder wollte am Milliarden-Geschäft der Halal-Zertifizierung mitnaschen. Die Europäische Union verordnete, Halal-Zertifizierungen dürften nur von einer regulären und eingetragenen Firma erstellt werden. Diese Firmen sind dann natürlich auch steuerpflichtig.
Einigen großen Verbänden des politischem Islam passte das ganz und gar nicht. Sie verlangten, voran die Muslimbruderschaft und die Milli Görüs, halal dürfe nur nach der Scharia und als religiöse Handlung zertifiziert werden. Auf diesem Weg will man die Steuerpflicht umgehen.
Die gleichen Organisationen beklagen, in Europa gebe es keinen einheitlichen Halal-Standard. Das ist kein Wunder. Die Muslimbruderschaft und die Türkei brachten eine einheitliche Standardisierung durch intensive Quertreiberei und Drohungen zu Fall, um dann jeder für sich eigene Regeln behaupten zu können.
In Österreich wurde der Schwindel bereitwillig aufgegriffen. Der türkische Unter- nehmer Ergün Kuzugüdenli schloss mit der Milli Görüs einen Vertrag über die Lieferung von Fertigmenüs, vorwiegend für Kindergärten und andere Einrichtungen der Milli Görüs. Ausgeliefert wird auch an Rotes Kreuz und andere politisch nahestehende Vereine. Die Produkte seien halal-zertifiziert, als Halal-Experte wird Abdulla Demirci genannt, ein enger Freund Kuzugüdenlis. Nach außen unverdächtig, hinter den Kulissen öffnen sich Abgründe.
Ergün Kuzugüdenli erlangte Berühmtheit, indem er unerlaubt die Bezeichnungen anderer Firmen für sich registrieren ließ, was in mehreren Verfahren aufflog. Kuzugüdenli zeichnete sich durch etliche Verfahren aus, die er, zum Teil mit Drohungen, gegen andere führte, um seine Machenschaften zu verhüllen. Dem Türken gelang es, sich als Vertreter der MÜSIAD, des Kleinunternehmerverbandes der türkischen Regierungspartei AKP, in die Wirtschaftskammer einzuschmeicheln. Ganz nebenbei ist die MÜSIAD auch Mitglied in der Islamischen Glaubensgemeinschaft, guter Beweis dafür, dass die IGGÖ nichts mit Religion zu tun hat, sondern nur mit handfesten politischen und wirtschaftlichen Interessen.
Außerdem hatte Kuzugüdenli gefordert, sowohl beim Österreichischen Standard-Institut als auch in der Wirtschaftskammer, die Scharia als Grundlage für Halal-Bestätigungen anzuerkennen, nur Fatwas (religiöse Gefälligkeits-Gutachten) seien erlaubt. Eine typische Unterstützung, die Steuerpflicht zu umgehen.
Ergün Kuzugüdenli ist Funktionär der türkischen Regierungspartei AKP und stolz darauf. Er ist auch fleißiger Mitarbeiter der UETD, der AKP-Organisation in Österreich. Warum man ihm in der Wirtschaftskammer trotzdem zu Füßen liegt, weiß wahrscheinlich nicht einmal Walter Ruck, Chef der Wiener WKO.
Nachdem Kuzugüdenli nach dem Auffliegen seiner unerlaubten Firmen- bezeichnungen an Geschäft verloren hatte und mangels Gewerbeberechtigung seine Produktionsstätte in Wien 12 herunterfahren musste – seine Firma Sen Menü besitzt nur eine Berechtigung für den Lebensmittelhandel – lässt er bei einer Partnerfirma in Wien kochen, der Wiener Menü Manufaktur GmbH in Wien 21, die wiederum ein Tochterunternehmen des Simacek Konzerns ist. Der Simacek Konzern reagierte auf Anfragen nicht.
Die Produkte seien alle halal-zertifiziert, durch die Islamische Glaubensgemein- schaft (IGGÖ) und das Europäische Halal Zertifizierungsinstitut (EHZ). Die Kunden werden durch diese Täuschung gezielt getäuscht und betrogen. Denn weder die IGGÖ noch das EHZ sind qualifiziert oder berechtigt, Halal-Zertifizierungen auszustellen.
In Österreich verfügen einige wenige Firmen über Gewerbeberechtigungen für Halal-Zertifizierung. Das IIDZ in Traun ist die einzige berechtigte Stelle, die seit etlichen Jahren legal zertifiziert und international akkreditiert ist. Und dafür Steuern zahlt.
Der politische Dachverband Islamische Glaubensgemeinschaft (IGGÖ) hatte nie eine Gewerbeberechtigung, verlangt aber für seine Zertifizierungen hohe Gebühren, die natürlich nicht versteuert werden. Akkreditiert ist die IGGÖ nirgends, was schon so mancher Produzent erst hinterher bemerkte, zu seinem Leidwesen. Aber im Betrugsbereich ist die IGGÖ gut bewandert. Das kennt man aus dem vorgetäuschten islamischen Religionsunterricht, für den über die Jahre an die 30 Millionen Euro an Steuergeldern in die IGGÖ flossen, ohne dass die IGGÖ zu einem Religionsunterricht berechtigt war. Auch die Qualität der IGGÖ- Zertifizierungen fiel schon auf. Etwa bei der Kärntner Firma Wech, wo per „Fatwa“ tote Hühner als halal bescheinigt und verkauft wurden.
Das Europäische Halal Zertifizierungsinstitut EHZ ist ebenfalls nicht als Firma zugelassen und nicht zur Halal-Zertifizierung berechtigt. Das EHZ zieht einen „Schurarat“ heran, bestehend ausschließlich aus als radikal bekannten Ausländern; ihm gehören Ramazan Ucar, Abdurrahman Dizman, Mehmet Enes Nas und Burhanettin Aslan an. Direktor des Instituts ist Yusuf Calkara, ein bekannter Funktionär der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG).
Damit liegt die Verbindung offen. Denn das EHZ befindet sich bei der Centrum Moschee in Hamburg, eine der bekanntesten Propagandastellen der extremistischen türkischen Milli Görüs (IGMG). Vorsitzender ist derzeit Mehmet Karaoğlu, gleichzeitig Landesvorsitzender der IGMG Hamburg und Vorsitzender des BIG, das sich als AKP-Fraktion auch in Deutschland an politischen Wahlen beteiligen will. Dem deutschen Verfassungsschutz wurde mittlerweile die Beobachtung der Milli Görüs untersagt, Deutschland will Erdogan nicht noch mehr verärgern. Trotzdem wurde öffentlich, dass der IMGM Hilfs- und Sozialverein unter der Vortäuschung eines Brunnenprojekts einige zehntausend Euro für die al-Shabab in Somalia sammelte.
Das sind also die Stellen, von denen angeblich für die Wiener Menü Manufaktur halal zertifiziert wird. Der Vertrag in Österreich wurde von Ergün Kuzugüdenli mit Mehmet Akkaya abgeschlossen. Akkaya ist der von der IGMG bestellte Aufseher für Milli Görüs-Kindergärten und ein guter Freund Kuzugüdenlis.
Ein Name fehlt noch: Abdulla Demirci als Halal-Experte und Geschäftspartner Kuzugüdenlis. Demirci vertrat die IGGÖ in einem Komitee des österreichischen Standard-Institutes, in dem es um Halal ging. Demirci fiel dort auf, weil er nicht die geringste Ahnung von Halal hatte. Das Standard-Institut wollte nichts dazu sagen, weshalb Demirci dann plötzlich wegblieb. Selbstverständlich hat auch Abdulla Demirci keine gewerbliche Berechtigung für die Halal-Zertifizierung. Er könnte auch keine haben, weil er privat (BG Fünfhaus, 16 S 46/15w) und mit seiner Firma (LG Wiener Neustadt, 11 S 1/15f) in den Konkurs schlitterte.
Die Milli Görüs ist eines der wichtigsten Mitglieder der IGGÖ. Ihr Vorsitzender Mehmet Arslan ist SPÖ-Abgeordneter. Damit sind die Akteure gegen eine strafrechtliche Verfolgung dieses Halal-Betruges so gut wie abgesichert.

© xlarge.at

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