Hat Pilz geschlafen ?

August 11, 2016 by hotminnie

BERICHT

Nach seinem Amtsantritt als österreichischer Verteidigungsminister, und nach seiner Ansage, das österreichische Bundesheer abzuschaffen, hatte der Sozialist Norbert Darabos 2007 zugeschlagen.
Gegen die Wünsche der Sozialistischen Partei — sie hatte sich hohe Schmier-geldzahlungen durch Bestellung eines schwedischen Modells erwartet — hatte Österreich das Europäische Kampfflugzeug Eurofighter als Nachfolger der schon lange überalteten Saab Draken bestellt.
Unter massivem Druck linksextremer Gruppen waren danach 6 der 24 Flugzeuge abbestellt worden. Die Bestellung hatte, der Ausschreibung folgend, auf neue, voll ausgerüstete Maschinen gelautet.
Minister Darabos hatte nach seinem Amtsantritt eigenmächtig, ohne Zustimmung der Regierung und ohne rechtliche Deckung Geheimverhandlungen geführt, um die Bestellung zu kippen. Letztlich waren die neuen Maschinen abbestellt worden, Darabos hatte statt ihrer gebrauchte Flugzeuge ohne aktuelle technische Ausrüstung genommen.
Die Auswirkungen waren bekannt:
Die gebrauchten Flugzeuge verursachen wesentliche höhere Wartungskosten. Die natürlich notwendige technische Ausrüstung musste teuer zugekauft werden. Die Maschinen sind militärisch praktisch untauglich und nur für die sogenannte Luftraumüberwachung einsetzbar, auch da nur eingeschränkt.
Die ebenfalls schon völlig veralteten Trainingsflugzeuge Saab-105 konnten — bis heute — nicht durch ein Nachfolgemodell ersetzt werden, sondern mussten teure und aufwendige Nachrüstungen erdulden.
Insgesamt waren dem Staat Österreich dadurch Mehrkosten von mindestens 1,6 Milliarden Euro entstanden. Verursacht durch Norbert Darabos, und ausreichend für eine Ministeranklage in einem demokratischen Staat. In Österreich wurde das vertuscht.
Der kommunistische Politiker Peter Pilz geriert sich gern als Chef-Aufdecker der Republik. bauend auf seine Qualifikation, die er umfangreicher Ausbildung in der Sowjetunion verdankt, und auf seine Beziehungen, durch die er sich immer wieder dem Aktengeheimnis unterliegende Akten beschafft.
Pilz will nun erst jetzt auf die Umtriebe des damaligen Ministers Darabos gestoßen sein — wie linke Medien bereitwilligst berichteten.
Ob Pilz in einem Sommerloch steckt, ob er aktuell Geld braucht (seine Aufdeckerdienste sind keineswegs gratis), ob er ein aktuelles Hühnchen zu rupfen hat, ob nur wieder das Bundesheer aufgewärmt werden soll (ein Ersatz für die Saab-105 ist wieder im Gespräch) — auffällig ist der Zeitpunkt der Pilz’schen Aktion.
Der beste Vorwand für die verspätete Kritik war allerdings, Darabos habe einen Untersuchungsausschuss abgedreht. Das geht eifrigen Parlamentariern wie Pilz gehörig gegen den Strich. Denn durch die Stegreifbühne Untersuchungsausschuss verdienen sie hohe zusätzliche Diäten und brauchen sich nicht um ihre Arbeit im Nationalrat zu kümmern.
Ein aufgewachter Pilz könnte jetzt höchstens ein Verfahren gegen Darabos fordern. Hätte gegen die geballten Sozialisten aber keine Chance damit.

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