High-Noon in Steyr

June 14, 2016 by hotminnie

BERICHT

Aus dem Oberlandesgericht Linz verlautete Interessantes. Einer der bekanntesten Kriminellen des österreichischen Bundeslandes Oberösterreich steht wieder einmal vor Gericht. Am 16. Juni, um 9 Uhr, geht es am Landesgericht Steyr für ihn in die nächste Runde.
Wieder einmal ist schwerer gewerbsmäßiger Betrug angeklagt, sein Haupt-einkommenszweig der letzten beiden Jahrzehnte.
Der Straftäter, der sich seit zwei Jahren Martin Forcher nennt, ist einschlägig vorbestraft. Das Gericht hätte deshalb nur zwei Möglichkeiten. Ihn unbedingt zu verurteilen, oder ihn als unzurechnungsfähig einzustufen.
Ob das allerdings so funktioniert, wagt man zu bezweifeln. Forcher freute sich im Internet, die Anklage sei wegen nichts und seine Freunde bei Gericht würden ihn auf jeden Fall freisprechen. Ganz von der Hand zu weisen ist das nicht.
Ein Teil seiner letzten Haftstrafe wurde ihm auf Bewährung erlassen, eine Abgeordnete der Grünen hatte sich für ihn eingesetzt. In der Bewährungszeit beging Forcher zwar dutzende neue Betrügereien, danach noch eine ganze Menge weiterer, ihm wurde aber eine neue Anklage erspart. Bis jetzt.
Verdunklungsgefahr… Verabredungsgefahr… Fluchtgefahr… (er will sich nach Bulgarien absetzen, schrieb er) trotzdem blieb ihm auch die Untersuchungshaft erspart. Freunde? Zumindest auffällig ist es.
Auch zum Lesen seines Registers braucht man längere Zeit. Schwerer Betrug serienweise, Nötigung, Geldwucher, Veruntreuung, Köperverletzung, Verleumdung, Sachwucher, falsche Vermögensverzeichnisse — da kam einiges zusammen. Polizeistrafen mit ungedeckten Schecks zu bezahlen, schafft auch nicht die nötigen Freunde.
So um die 360 offene Exekutionen ist ebenfalls nicht der richtige Unterbau für ein sozialisiertes Leben.
Die Medien werden sich sicher darüber auslassen, wie freundlich seine Freunde diesmal sind.

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