Die braune Drohung

April 26, 2016 by hotminnie

BERICHT

In Österreich konnte letzten Sonntag Norbert Hofer, der Kandidat der FPÖ, bei der Wahl zum Bundespräsidenten die mit Abstand meisten Stimmen erringen. Weit abgeschlagen folgte Alexander van der Bellen, Kandidat der kommunistischen Grünen.
Hofer erreichte allein weit mehr Stimmen, als die Kandidaten der Regierungsparteien zusammen. Das störte sehr massiv nationalsozialistische Gruppen, die demokratische Entscheidungen nie akzeptieren wollen. Einige Nazi-Gruppen, voran die Offensive gegen Rechts, kündigten sofort Demonstrationen an, um vor der Stichwahl am 24. Mai den Kandidaten Hofer zu verhindern.
Diese Nazi-Gruppen, die schon in der Vergangenheit extreme Gewaltbereitschaft im SA-Stil gezeigt und auch schon in der Wiener Innenstadt schwere Verwüstungen angerichtet hatten, scheuen vor nichts zurück, um über die Gewalt der Straße den eigenen — undemokratischen — Willen durchzusetzen.
Die Parteiführerin der kommunistischen Grünen in Österreich, Eva Glawischnig, zeigt sich nicht erfreut über diese angekündigten Demonstrationen. Das allerdings ist ein innerparteiliches Problem, weil viele Grüne mit der Offensive gegen Rechts und anderen Nazi-Gruppen gemeinsame Sache machen. Glawischnigs auf der einen Seite Jammern und auf deranderen Seite Mitlaufen ist zu leicht durchschaubar.
Am meisten fürchtet Glawischnig dabei, dass ein „blauer“ Bundespräsident Neuwahlen auslösen könnte. Damit zeigt die Grünen-Führerin am besten ihr unlogisches Verständnis. Denn selbstverständlich müsste das Wahlergebnis vom letzten Sonntag, bei dem die Kandidaten der Regierungspartei zusammen nur 23 Prozent erreichten, unbedingt in eine Neuwahl münden.
Den Österreichern ist nicht zumutbar, noch länger von einer unfähigen Minderheits-Koalition vorgeführt zu werden.

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