Van der Bellen und seine Wahlhelfer

April 18, 2016 by hotminnie

BERICHT

Wahlkampf in Österreich. Alexander van der Bellen, der kommunistische Kandidat für den Job des österreichischen Bundespräsidenten, wurde von den linken Parteimedien schon im voraus mit großzügigen Vorschusslorbeeren bedacht.
Van der Bellen ist eine extrem wandelbare Persönlichkeit. Vom tiefsten linken Rand kommend, wirbt er jetzt mit dem Begriff Heimat. Einem bei seiner Partei, den kommunistischen Grünen, absolut verpönten Begriff. Noch gar nicht lange her ist es, als Grüninnen umherzogen, die österreichische Fahne beschmutzten und der Ruf Ein Flaggerl für dein Gaggerl durch die Straßen hallte.
Auch beruflich, als Universitätsprofessor, hinterließ er seine Spuren. Etwa als er dem Kommunisten Peter Pilz dessen als Dissertation bezeichneten Aufsatz erlaubte, den jeder vernünftige Professor abgelehnt hätte. Die Grünen verschaffen aber jedem treuen Mitglied noch einen Extraposten. Also wurde Van der Bellen als Universitätsbeauftragter der Stadt Wien bestellt, mit einem fürstlichen Gehalt, zusätzlich zu seiner Pension. Tätigkeit? Keine, weil die Stadt für Universitäten nicht zuständig ist.
Während andere Kandidaten “unabhängige” Wahlkomitees aus den eigenen Reihen zusammenstellen, die landauf, landab Parteidisziplin einfordern, geht Alexander van der Bellen auch hier eigene Wege.
Zu den neuen Bekanntschaften, die man in einem Wahlkampf zwangsläufig schließt, gehört seit Donnerstag auch Hias, ein etwa 30 Jahre alter Schimpanse im Tierschutzhaus, vorgestellt von der grünen Altkämpferin Madeleine Petrovic. Beeindruckt besucht Van der Bellen den Schimpansen in seinem Gehege, in dem Hias mit seiner Artgenossin Rosi lebt. Der Affe wäre ein prima Wahlkämpfer, dachte sich der Wahlkämpfer.
Auch wenn der ruppige Ex-Professort schwierig zu handhaben ist, konnte sich sein Wahlkampf-Management durchsetzen: Ein Schimpanse allein ist als Wahlwerber zuwenig. In der Provinz wurde man fündig.

vdbb1Das schrieb ein kühner Wahlhelfer namens Martin Forcher, aus Steyr, zur Zeit Kirchdorf an der Krems. Forcher präsentierte sich auch zünftig im Bild.

vdbb2Unrasiert, ohne Hemd und Krawatte, das ist das Markenzeichen des Oberösterreichers. Seine anderen Markenzeichen dürften dem Wahlkampfteam von Van der Bellen entgangen sein. Martin Forcher ist wegen einer saftigen Anzahl von Betrügereien vorbestraft, seit 1998 lebt er davon. Daneben gibt sich Forcher als Rechtsanwalt aus, vergisst dabei aber beständig, dass zum Fachsimpeln auch eine entsprechende Ausbildung gehören würde. Pflichtschule kann den Traum der Universität nicht ersetzen, das könnte ihm sein Wunschkandidat, als Universitätsbeauftragter, sicher erklären.
Auch Forcher setzt Maßstäbe. Seit 1998 zahlungsunfähig (sagt das Landesgericht Steyr), keine ehrliche Arbeit, im Drogenmilieu verkehrend, so um die 350 offene Exekutionen am Hals. Sein bestes Stück: Ein Leasing-PKW für 55.000 Euro, von BMW, mit gefälschten Gehaltsbestätigungen und nicht bezahlt.
Da hat sich Alexander van der Bellen wahrlich ein Prunkstück eingefangen. In Van der Bellens Team herrscht deshalb eine Stimmung irgendwo zwischen Euphorie und Gruseln. Nur noch eine Woche ist es bis zur Wahl. So ein Fehler sollte nicht passieren.
Vielleicht wird sich der Kandidat eines Tages fragen, ob nicht doch der Schimpanse besser gewesen wäre, als ein notorischer Betrüger.

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