Freiheit der Rede ?

April 15, 2016 by hotminnie

BERICHT

Der türkische Sultan Recep Tayyip Erdoğan betrachtet die Europäische Union als Kolonie seines Osmanischen Reiches. Mit einer Kolonie treibt man (einträglichen) Handel, ansonsten hat die Kolonie zu kuschen. Millionen von Türken in Europa sollen dafür sorgen, dass die Europäer nicht aufmüpfig werden. Sonst wird gleich mit dem erhobenen Finger der Strafe Allahs gedroht.

erdofingerIn jedem Land gibt es Querköpfe. In der Türkei werden sie niedergebombt oder eingesperrt. Im kulturlosen Deutschland huldigt man ihnen.
Der kommunistische Querulant Jan Böhmermann — eine genauere Berufs-bezeichnung ist nicht möglich, weil er keinen Beruf erlernte — machte sich in Deutschland einen Namen, indem er in Medien prominente Personen attackierte und beleidigte. Böhmermann konnte dabei immer auf die durchwegs links bis ganzlinks stehende deutsche Medienlandschaft zählen. Nun versuchte Böhmermann wiederum, mit Beleidigungen Geld zu scheffeln. Sein Ziel diesmal — der türkische Sultan Erdoğan.
Böhmermann schrieb:

Sackdoof, feige und verklemmt,
ist Erdogan, der Präsident.
Sein Gelöt stinkt schlimm nach Döner,
selbst ein Schweinefurz riecht schöner.
Er ist der Mann, der Mädchen schlägt
und dabei Gummimasken trägt.
Am liebsten mag er Ziegen ficken
und Minderheiten unterdrücken,
Kurden treten, Christen hauen
und dabei Kinderpornos schauen.
Und selbst abends heißt’s statt schlafen,
Fellatio mit hundert Schafen.
Ja, Erdogan ist voll und ganz,
ein Präsident mit kleinem Schwanz.
Jeden Türken hört man flöten,
die dumme Sau hat Schrumpelklöten.
Von Ankara bis Istanbul
weiß jeder, dieser Mann ist schwul,
pervers, verlaust und zoophil –
Recep Fritzl Priklopil.
Sein Kopf so leer wie seine Eier,
der Star auf jeder Gangbang- Feier.
Bis der Schwanz beim Pinkeln brennt,
das ist Recep Erdogan, der türkische Präsident.

Einen Sultan anzugreifen, ist allerdings nicht so einfach, als wenn es ein deutscher Politiker oder Sportler wäre. Die deutsche Medienlandschaft bemühte sich sofort, dem Querulanten beizustehen. Das sei Satire, das sei Kunst, das sei Freiheit der Rede.
Liest man den Text objektiv, bleibt nur eine Bewertung: Eine Beleidigung der gröbsten und schmutzigsten Art. Eben Marke Böhmermann. Für viel zahmere Texte waren schon andere, Nichtlinke, sofort und streng verurteilt worden.
Die deutsche Bundesregierung musste — sie konnte gar nicht anders — ihre Genehmigung zur strafrechtlichen Verfolkgung erteilen. Wüste Angriffe gegen Bundeskanzlerin Merkel waren diesmal unverständlich; was hätte sie denn anderes machen können?
Der Gipfel der Unterwürfigkeit folgte jedoch noch. Dafür, und dafür allein, hätte sich Merkel einen sofortigen Rücktritt verdient. Der Paragraf 103 des deutschen Strafgesetzbuches solle bis 2018 abgeschafft werden, er sei “für die Zukunft entbehrlich”, so Merkel.
Damit kroch sie, und nicht Böhmermann, dem türkischen Sultan bis zum Anschlag hinten hinein.

dreibierJan Böhmermann bestellte sich mittlerweile drei Bier. Er ist intellektuell kaum in der Lage, die Affäre und ihre Auswirkungen zu begreifen.

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