Gehören Kopftuch oder Scharia zu Europa ?

April 14, 2016 by hotminnie

GASTKOMMENTAR

Manche Politiker erklären öffentlich, dass der Islam zu Europa gehört. Ist das als Politikum zu betrachten, um Wählerstimmen zu gewinnen, oder als Modetrend, wie das Angela Merkel, die Bundeskanzlerin in Deutschland, und andere da und dort auch in Österreich tun? Was sie dabei allerdings vergessen, der Islam ist neu hier und hat keine Wurzeln in Europa wie das Christen- oder Judentum.
Im Klartext: Der Islam und ähnliche Religionen gehören gegenwärtig gar nicht zu Europa, da sie nicht das Geringste mit Europa zu tun haben. Aber vielleicht in der Zukunft?
Sogar die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini sagt, dass der „politische Islam“ zu Europa gehört. Das bedeutet: Die Muslimbrüder als dubiose politische Organisation, egal welcher Herkunft oder Nationalität, sind anerkannt, ungeachtet der Trennung zwischen Staat und Religion in Europa!
De facto wird von solchen Politikern auch das Kopftuch hochgepriesen oder zumindest geduldet. Im Koran steht kein einziges Wort darüber, trotzdem ist das Kopftuch zum Symbol für den politischen Islam geworden und wird als Unterdrückung und Versklavung der Frauen öffentlich betrieben.
Im Islam gibt es keine Hierarchie und kein geweihtes Priestertum. Die islamische Religion soll eigentlich die Menschen direkt mit Gott verbinden, ohne Kopftuchzwang oder einen Zwang, in Moscheenvereine zu gehen, um dort den Glauben zu praktizieren.
In den islamischen und arabischen Ländern tragen heute dank des politischen Islams und des Einflusses ihrer extremistischen Organisationen vielfach mehr Frauen das Kopftuch als früher, leider auch in Europa.
Aufgrund dessen kommt die islamische Scharia als fundamentalistisch menschliches Konstrukt schleichend nach Europa, ohne dass es jemandem einfallen würde gegenzusteuern. Gründe dafür wären der Widerspruch zu europäischen Gesetze oder die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 13.2.2003, in der festgestellt wurde, dass das Scharia-Recht und die Diskriminierung, welche sich aus der Scharia ableitet, in Europa verboten sind. Die Scharia ist unvereinbar mit den grundlegenden Prinzipien der Demokratie, die in der Europäischen Menschenrechts-Konvention festgeschrieben sind. Und daher mit gutem Grund verboten.
Die Scharia ist aber durch nach Islamvorschriften erzeugte Lebensmittelprodukte, Islamic banking, Predigt und Bücher schleichend auch in Europa gegenwärtig.
Fälschlicherweise werden die liberalen Muslime als Glaubensgemeinschaft betrachtet. Was wir ablehnen. Wir sind Aufklärer, Aufdecker und Islamreformer. Deswegen sollen wir auch in Europa keinen Platz finden und werden von den radikalen Islamisten mit dem Tode bedroht mit der Beschuldigung eines Abfalls vom Islam (Apostasie). In Ägypten, Pakistan, Sudan und anderswo werden Reformer getötet. Auch wir in Europa müssen mit unserem Tod rechnen, weil der Islam immer konservativer und brutaler wird, denn der Einfluss des politischen Islams ist auch in Europa mit Hilfe von Politikern gestiegen.
Der Islamwissenschaftler Bassam Tibi hat für seine Idee von einem europäischen Islam keine Hilfe von der Politik bekommen. Genausowenig die liberalen Muslime mit ihrer Vorstellung von einem Islam europäischer Prägung und einer Deradikalisierung. Die Politiker unterstützen derartige positive Bemühungen nicht. Im Gegenteil. Oft vertrauen sie aus reinem Opportunismus dem konservativen Islam, weil in diesem Bereich das Organisieren von Wählerstimmen von wahlberechtigten Muslimen sehr gut funktioniert, was speziell der SPÖ hilft. Die ÖVP wird von diesen Muslimen als Christenpartei gesehen, die FPÖ als fremdenfeindlich, und die Grünen gelten als säkular und laizistisch.
Man braucht darum nicht mehr zu rätseln, warum die Salafisten, die Dschihadisten und die blutigen Terroristen in Europa am aufsteigenden Ast sind. Es fehlt die kritische Auseinandersetzung mit dem konservativen und vorgestrigen Islam. Darum gewinnt der deklariert radikale Islam dazu, weil es nicht einmal politische Diskussionen über den politischen Islam gibt und geben darf. Das sollte sich in Europa bald ändern, sonst wird unsere Sicherheit künftig ernsthaft bedroht sein.
Ich habe daher die Hintergründe dieser Thematik in meinen aktuellen Buch „Auf der Todesliste des IS “ (Seifert-Verlag) ausführlich dargestellt, womit ich einen Beitrag leisten möchte, damit man die Gründe für diese Entwicklungen versteht.
Ich versuche, die Entscheidungsträger vor dem Hintergrund dieser immer dramatischer werdenden Entwicklungen wachzurütteln. Ebenso biete ich Lösungsvorschläge an, um das friedliche Zusammenleben von Menschen heterogener religiöser Ausrichtung zu ermöglichen und zu fördern. Dies ist eine Welt, in der die radikale Islam-Szene und ihre Parallel-Gesellschaften in den Moscheevereinen keinen Platz haben. Damit wird gleichzeitig ihrer Hasskultur gegen friedliebende Muslime wie die ILMÖ, andere Religionen und Andersdenkenden ein Ende gesetzt. Was auch für den dort seit Jahren ungestraft propagierten eliminatorischen Judenhass gilt, der sich ungehindert ausbreiten konnte und kann.
Wenn die Politik nicht endlich einlenkt, wird es zu sich verschärfenden Problemen, Konflikten und bürgerkriegsähnlichen Zuständen kommen. Europa ist für diese Zustände nicht gerüstet. Und dann hilft auch das bisherige politische Kalkül nicht mehr.
Die ILMÖ macht die bisher verfolgte und vollkommen verfehlte Politik Europas für den Terror verantwortlich, weil im Rahmen falsch verstandener Toleranz auch die Integration radikaler Islamisten und ihrer extremistischen Organisationen salonfähig gemacht wurde. Diese „Form der Integration“ bedeutet oft die Anpassung des aufgeklärten Europas an konservative islamistische Denkweisen, die zudem mit Summen in Millionenhöhe finanziell unterstützt werden. Das hat zuletzt die über Jahre erfolgte Finanzierung korrupter, islamistischer Kindergärten in Wien durch städtische Gelder gezeigt.

Amer Albayati

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