Streit um Daten

September 24, 2015 by hotminnie

KOMMENTAR

Europa und die USA streiten um Daten. Um deren Verwendung. Viele stört es, wenn ihre Facebook-, Google-, Cloud-Daten in den USA landen und dort frei verwendet werden können.
Die Hauptkritik geht dahin, dass diese Daten nachrichtendienstlich verwendet werden können. Eine fehlgeleitete Kritik. Nachrichtendienste interessieren sich nur sehr eingeschränkt für Daten.
Viel wichtiger für Firmen wie Facebook, Google, Microsoft & Co. ist die kommerzielle Verarbeitung von Daten. Der virtuelle Mensch wird möglichst lückenlos vernetzt und mit Werbung niedergehämmert.
Die sinnvollsten Methoden, gegen diesen Datenhandel zu halten, bleiben auf der Strecke, weil die Menschen durch die Intensiv-Werbung, ihre Daten zu verfüttern, nicht mehr klar denken können.
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So klingt es schon zwischen allen Zeilen hervor. Bevor man teilen oder liken kann, ist eine Registrierung notwendig. Und schon schnappen sich Facebook & Co. alle Daten des Unvorsichtigen, der auch nicht mehr entrinnen kann.
Kein Registrieren – kein Datenmissbrauch. So einfach wäre es.
Immer mehr große Werbefirmen bieten Cloud-Speicher an. Kunden können sich eigenen Speicherplatz sparen, bräuchten nur alle ihre Daten in die Wolke füttern. Sicherheit? Who cares.
Cloud-Daten sind frei abrufbar. Für alle, die über die nötigen Mittel verfügen. Und das sind, erraten, die großen Werbefirmen, von denen die Inhalte der Wolken für weitere Werbe-Vernetzung genutzt werden, Datenschutz hin oder her.
Denkende Menschen würden keine Daten in Facebook & Co. stellen, würden keine Daten in Wolken abspeichern. Denkende Menschen scheinen aber langsam auszusterben.

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