Des Muslimbruders Sehnsucht nach Ägypten

September 18, 2015 by hotminnie

BERICHT

Farid Hafez ist einer der bekanntesten Muslimbrüder in Österreich, weil er sich und seine radikalen Thesen überall unüberhörbar ausposaunt. Hafez, aus einer ägyptischen Muslimbrüder-Familie stammend, ist das Urbild eines modernen Muslimbruders: hochintelligent, arrogant bis zum Äußersten, unempfänglich für andere Meinungen.

hafezVor allem fiel Hafez dadurch auf, dass er Kritik am politischen Islam als Islamophobie bezeichnete und anprangerte. Antimuslimische Ressentiments seien ein gesamtgesellschaftliches Problem, stellt es Hafez gekonnt seitenverkehrt dar. Obwohl der politische islam völlig unduldsam gegenüber allen anderen Bereichen ist. Auch über die enge Zusammenarbeit der Muslimbruderschaft mit antisemitischen marxistischen und nationalsozialistischen Kreisen, als ein solches gesellschaftspolitisches Problem, blieb Hafez bisher jede Antwort schuldig.
Als eines der Gründungsmitglieder der Muslimischen Jugend Österreich, der Jugendorganisation der Muslimbruderschaft, setzte er sich vehement gegen das neue österreichische Islamgesetz ein. Warum, weiß keiner, weil das Gesetz von einem Muslimbruder mitgeschrieben worden war und die Stellung der islamischen und terrornahen Extremisten förderte.
Trotzdem exponierte sich Hafez anscheinend auch im Ausland und schrieb angeblich in türkischen AKP-Zeitungen gegen Österreich. Die Artikel kennt zwar keiner, aber sie hatten anscheinend eine unerwartete Nebenwirkung.
Der aufffallende Muslimbruder Farid Hafez blieb auch in Ägypten als Muslimbruder nicht unbemerkt, denn auch dort kann man türkische Zeitungen lesen. Jetzt fürchtet Hafez, nicht mehr nach Ägypten reisen zu dürfen, weil er dort offenbar auf eine mindestens graue Liste gesetzt wurde.
Der Zorn von Farid Hafez war groß. Er warf in Österreich mit Vorwürfen um sich. Er wolle doch so gern nach Ägypten reisen, um seine Verwandten zu besuchen. Woran ihn, Wohlverhalten vorausgesetzt, kaum jemand hindern würde.
Laut einem Landesgericht in Niederösterreich habe Hafez sogar eine Klage eingebracht, die Behauptung, er sei ein Muslimbruder, solle unterlassen werden. Das käme in etwa auf das gleiche hinaus, wie wenn der österreichische Kardinal Schönborn klagt, er wolle nicht katholisch genannt werden.
Ob die skurrile Klage verhandelt werden wird, ist anscheinend noch nicht sicher. Denn Hafez könnte nie beweisen, kein Muslimbruder zu sein. Seine liebevolle Nähe zu bekannten Muslimbrüdern – Aiman Morad, Anas Schakfeh, etc. – ist zu bekannt, um ihn aus der Nähe der Urmutter des politischen Islam rücken zu können.
Wir werden dran bleiben.

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