Peter Gridling, ein armer Beamter

September 16, 2015 by hotminnie

BERICHT

Peter Gridling, Chef des österreichischen Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) führt kein einfaches Leben. Die Verfassung darf seine Behörde kaum schützen. Jene, die sie gefährden, sitzen zu eng in parteipolitischen Netzwerken. Terrorismus zu bekämpfen, ist ihr auch kaum gestattet, weil Terroristen in Österreich großteils unter religiösem Schutz stehen.
Die Sicherheitsberichte des BVT lesen sich auch entsprechend unterhaltsam. Wenige echte Fakten, sehr viel Herumgerede. Das BVT muss, ganz politisch korrekt, zwischen rechter und linker Szene unterscheiden, darf nicht sagen, dass diese Bereiche zum größten Teil identisch sind.
Medien freuen sich, von Gridling gelegentlich ein Bonmot zu erhaschen. Wenn er etwa sagt, über 240 Personen aus Österreich hätten ihren Weg in den islamistischen Jihad gesucht. Und nicht sagen darf, dass es tausende in Österreich lebende Personen sind, die aktiv und energisch den islamischen Terror unterstützen. Nicht sagen darf, dass sich der Terror keineswegs auf den Islamischen Staat beschränkt. Sondern Muslimbruderschaft, Al-Qaeda, Hamas, Hizb ut Tahrir, Tewhid, aber auch die türkische Milli Görüs in Österreich und von Österreich aus Terror planen, fördern, finanzieren.
72 Personen seien vom Jihad wieder nach Österreich gekommen, versucht Gridling zu beschwichtigen. Tausende Taliban, Kämpfer aus dem tschetschenischen Kalifat, der somalischen Al-Schabab, aus Libyen, Syrien, Ägypten und aus anderen Regionen können sich ungehindert in Österreich tummeln, frei in andere Länder weiter reisen, Anschläge vorbereiten, Spenden sammeln, frische Kämpfer anwerben.
Gridling musste sogar bestreiten, dass die in der EU als terroristische Organisation gelistete PKK in Österreich als Religionsgemeinschaft anerkannt wurde. Gridling kann wahrscheinlich nur ohnmächtig zusehen, wenn eine türkische revolutionäre Terrorgruppe in Wien beim Maiaufmarsch mitzieht, wenn verschiedene islamische Gruppierungen laut und aggressiv gegen Juden hetzen, wenn deutsche Neonazi-Gruppen mit staatlichem Geld eingeladen werden, um mal kräftig gegen Nichtlinks zu schlägern.
Hilflos meinte Gridling, wenn Gefahren, die von einer Person ausgehen, nicht klar beschrieben werden könnten, dann dürfe die Person auch nicht beobachtet werden. Ein politisches Armutszeugnis, und keineswegs gegen Peter Gridling selbst gerichtet.
Um seinen Posten beneidet ihn niemand.

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